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Comeback-Kampf

Nach fünf Jahren Pause: McGregor kehrt in den Käfig zurück

Nach fünf Jahren Pause: McGregor kehrt in den Käfig zurück
FOTO: EPA/CHRISTIAN BRUNA
3 Min. Lesezeit |

Fünf Jahre Pause, Dopingsperre, Gerichtsurteile – und jetzt das Comeback: Conor McGregor betritt wieder den Käfig.

Fünf Jahre nach seinem letzten Octagon-Auftritt kehrt Conor McGregor in den UFC-Käfig zurück. Am 11. Juli steigt der Ire bei UFC 329 in Las Vegas gegen Max Holloway an – im Weltergewicht. Seit seiner schweren Beinverletzung im Kampf gegen Dustin Poirier 2021 hat der 37-Jährige nicht mehr gekämpft.

Ein geplantes Comeback gegen Michael Chandler im Jahr 2024 scheiterte knapp zwei Wochen vor dem Kampftermin an einem gebrochenen Zeh. Nun also Holloway – eine Neuauflage des Federgewichtsduells aus dem Jahr 2013, das McGregor damals nach Punkten für sich entschied.

Holloway als Prüfstein

Der Hawaiianer Holloway, 34, ist alles andere als ein einfacher Gegner für McGregors Rückkehr. In den vergangenen Jahren hat er sich im Leichtgewicht konstant auf absolutem Weltklasseniveau behauptet und gilt als einer der gefährlichsten Kämpfer der Division. McGregor hingegen bringt eine Bilanz von 22 Siegen und sechs Niederlagen seit seinem UFC-Debüt 2008 mit.

Als erster Kämpfer der Organisation hielt er gleichzeitig Gürtel in zwei Gewichtsklassen – 2015 im Federgewicht, 2016 im Leichtgewicht. Doch die jüngere Vergangenheit war für den Iren weit weniger glorreich.

Im vergangenen Jahr akzeptierte McGregor eine 18-monatige Sperre wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien der UFC. Innerhalb von zwölf Monaten hatte er 2024 drei Dopingkontrollen versäumt. Die Sperre wurde rückwirkend auf den dritten versäumten Test im September 2024 datiert und endete im März dieses Jahres.

Die UFC verlangt von ihren Athleten im Rahmen des Anti-Doping-Programms, dass sie jederzeit genaue Aufenthaltsortinformationen angeben, damit sie kontaktiert werden können und ohne Vorwarnung biologische Proben abgeben müssen. Das dreimalige Versäumen solcher Probenentnahmen innerhalb von zwölf Monaten wird dabei als Verstoß gegen die Meldepflicht gewertet und kann zu einer Sperre führen.

Seither wurde McGregor bereits elfmal von Combat Sports Anti-Doping getestet – öfter als jeder andere Kämpfer im aktuellen UFC-Kader.

Juristische Schatten

Abseits des Sports sorgte McGregor zuletzt vor allem durch juristische Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. Im November 2024 wurde er verurteilt, Nikita Hand rund 206.000 Pfund Schadenersatz zuzüglich Verfahrenskosten zu zahlen. Hand hatte ihm vorgeworfen, sie 2018 in einem Dubliner Hotel vergewaltigt zu haben.

Im August kündigte sie an, McGregor und zwei weitere Personen wegen böswilligen Missbrauchs von Gerichtsverfahren auf weiteren Schadenersatz zu klagen. Bereits 2018 war McGregor in New York festgenommen worden, nachdem er eine Metallkarre gegen den Bus geworfen hatte, in dem UFC-Kämpfer und Mitarbeiter saßen. Ein Jahr darauf folgte eine Verurteilung in Dublin – 1.000 Euro Strafe, weil er in einem Pub einen Mann geschlagen hatte, der sein Getränkeangebot abgelehnt hatte.

Dabei war McGregor einst das Gesicht eines beispiellosen Aufstiegs. Nach fünf aufeinanderfolgenden UFC-Siegen begeisterte er die MMA-Welt mit seinem unverwechselbaren Auftreten – selbstbewusst, schlagfertig, kompromisslos. 2015 bezwang er Chad Mendes um den Interims-Titel im Federgewicht, ehe er nur fünf Monate später Jose Aldo in 13 Sekunden durch K.o. stoppte – das schnellste Finish in der Geschichte eines UFC-Titelkampfes.

Nach dem Doppelchampionat 2016 folgte der Megakampf gegen Floyd Mayweather im Boxring, bevor 2018 die Niederlage gegen Khabib Nurmagomedov kam – bis heute der meistverkaufte UFC-Pay-per-View aller Zeiten. Zuletzt bezwang McGregor 2020 Donald Cerrone – sein einziger Sieg in den vergangenen zehn Jahren.

Bei UFC 329 in der T-Mobile Arena in Las Vegas ist neben McGregor auch Paddy Pimblett aus Liverpool im Einsatz. Der Leichtgewichtler trifft auf den Franzosen Benoit Saint-Denis – sein erster Kampf nach der Niederlage gegen Justin Gaethje im Jänner. Ebenfalls auf der Karte steht der britische Fliegengewichtler Lone’er Kavanagh, der gegen Brandon Royval antritt, sowie der ungeschlagene Luke Riley, der im Federgewicht auf Kai Kamaka trifft.

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KO KOSMO-Redaktion
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