Start NEWS PANORAMA Nachfolger? Neffe von Kim Jong-un lebte in Mostar und liebt Pita
HERZEGOWINA

Nachfolger? Neffe von Kim Jong-un lebte in Mostar und liebt Pita

FOTO: Instagram

Wie kritisch ist der Gesundheitszustand von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un? 

Laut Berichten von südkoreanischen Geheimdiensten soll dieser nämlich “sehr schlecht” sein. Er befinde sich nach einer Operation am Herz-Kreislaufsystem im kritischen Zustand, heißt es und wird derzeit in allen internationalen Medien gebracht. Dass er bei der Gedenkzeremonie an seinen Großvater, den früheren Staatschef Kim Il-Sung, gefehlt hat, ist jedenfalls sehr ungewöhnlich. 

Spekulationen um Nachfolge
Gleichzeitig mit dem Aufkommen der Nachrichten über seinen kritischen Zustand begann nun auch die Gerüchteküche zu brodeln, wer denn Kim Jong-uns Nachfolger im Fall des Falles wäre. Unter den Namen der potenziellen Nachfolger, die im Bericht von “Bloomberg” und “Financial Times” erwähnt sind, ist auch der von Kim Han Sol, seinem Neffen. Dieser hat eine Balkangeschichte in seiner Biographie, da er auf einer internationalen Privatschule in Mostar war und auch dort länger gelebt hat. 

“Richtig cooler Chiller”
Zehn Jahre sind vergangen seit Kim in Mostar an dem “United World College” in die Schule gegangen ist, die mit ihm noch 73 andere SchülerInnen aus 29 Ländern der Welt besuchten. Doch in Mostar erinnert man sich noch an den jungen Mann von damals noch sehr gut. Wie die kroatische Tageszeitung “24 sata” berichtet, ist Kim Han Sol in Mostar in seiner Jugend vor allem positiv und gesellig aufgefallen. “Er war ein Chiller, ein cooler Typ. Er hat nicht viel über die Kims gerdet und hat das Thema eher gemieden. Er hat viel Rock gehört, ist gern fortgegangen und hat Pita über alles geliebt”, erinnert sich eine seiner Studienkolleginnen. 

In seinem einstigen Lieblingslokal in Mostar hat man ebenso nur positive Erinnerungen an den jungen Nordkoreaner. “Er war nonstop hier. Wir hatten Partys Freitags und Samstags im Garten. Er hat gerne Karlovačko pivo getrunken, aber Rakija eher nicht so. Trotzdem gaben ihm die Herzegowiner den Spitznamen Ra-Ki-Ja”, erinnert sich die Besitzerin des Lokals.

Auf der Flucht?
Nach der Schule in Mostar begab er sich nach Frankreich, um zu studieren. Vor drei Jahren wurde sein Vater, Kim Jong-uns Halbbruder Kim Jong-nam in Kuala Lumpur getötet, aber Nordkorea streitet bis heute jegliche Beteiligung an diesem Attentat ab. Sein Sohn, der nun als potenzieller Nachfolger gehandelt wird, dürfte mit seiner Mutter und Schwester an einem unbekannten Ort leben. Aus Sicherheitsgründen wisse man nicht, wo er sich befindet. 

 

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