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Stabilitätsfaktor

NATO-Chef lobt Montenegroals Stabilitätsanker am Westbalkan: „Bedrohung durch China wächst

NATO-Chef lobt Montenegroals Stabilitätsanker am Westbalkan: „Bedrohung durch China wächst
Foto: epa/Boris Pejovic
2 Min. Lesezeit |

Lob aus Brüssel, ein neues US-Abkommen und ein Gipfel am Horizont – Montenegro rückt ins Zentrum der NATO-Agenda.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Montenegro bei seinem Besuch in Podgorica als wichtigen Stabilitätsfaktor am Westbalkan gewürdigt. Er lobte das Land für sein Engagement im Bündnis und verwies auf Verteidigungsausgaben, die mit über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts deutlich über dem NATO-Zielwert liegen. Besonders hervor hob Rutte die montenegrinische Unterstützung für die Ukraine und betonte, dass das Bündnis derzeit eine bemerkenswerte Stärke und innere Geschlossenheit zeige.

Globale Bedrohungslage

Zugleich zeichnete der NATO-Generalsekretär ein ernüchterndes Bild der globalen Sicherheitslage: Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der wachsende geopolitische Einfluss Chinas verschärften die Bedrohungslage für die westliche Wertegemeinschaft. Die Mitgliedstaaten müssten daher konsequenter in ihre eigene Verteidigungsfähigkeit und in ihre Resilienz gegenüber äußeren Einflüssen investieren.

Im Vorfeld des bevorstehenden NATO-Gipfels in Ankara betonten sowohl Rutte als auch Premierminister Milojko Spajic die Bedeutung des Treffens – als Gelegenheit, Geschlossenheit zu demonstrieren und die künftige strategische Ausrichtung des Bündnisses zu definieren.

Montenegros Stärke

Spajic kündigte seinerseits weitere Investitionen in die Modernisierung der montenegrinischen Streitkräfte an. Darüber hinaus soll im Juni ein neues zwischenstaatliches Abkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet werden.

Der Premierminister hob auch die gesellschaftliche Besonderheit seines Landes hervor: Montenegro kenne keine ethnische Bevölkerungsmehrheit – ein Umstand, den er nicht als Schwäche, sondern als Stärke begreift. Gerade diese Pluralität befähige das Land, als verbindendes Element in einer spannungsreichen Region zu wirken und zur Deeskalation beizutragen.

Im Rahmen seines Besuchs in Podgorica war zudem vorgesehen, dass Rutte mit Präsident Jakov Milatovic zusammentrifft und Studierenden der Universität Montenegro begegnet.

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KO KOSMO-Redaktion
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