Die NBA führt eine neue Regel ein, die auch Nikola Jokic zugutekommen könnte. Die Regeländerung zielt darauf ab, Spieler zu mehr Weitdistanzwürfen zu ermutigen, wenn die Spielzeit eines Viertels zu Ende geht. Konkret werden Fehlwürfe aus großer Entfernung in den letzten Sekunden eines Viertels künftig nicht mehr in die persönliche Statistik des Spielers einfließen.
Die Liga erhofft sich dadurch mehr spektakuläre Wurfversuche, da viele Profis bislang auf solche Würfe verzichten, um ihre persönlichen Statistiken nicht zu belasten. Während der aktuellen Summer League (Sommerturnier für Nachwuchsspieler und Rookies) wird diese Neuerung bereits getestet. Zwar wird ein solcher Fehlwurf weiterhin in die Teamstatistik einfließen, aber nicht mehr dem einzelnen Spieler zugerechnet.
Jokics Vorteil
Für den serbischen Superstar Jokic könnte diese Änderung besonders vorteilhaft sein. Der Center der Denver Nuggets zählt ohnehin zu jenen Spielern, die keine Scheu vor riskanten Distanzwürfen haben und jede Gelegenheit nutzen, auch aus scheinbar aussichtslosen Positionen den Korb anzuvisieren. In der vergangenen Saison lag Jokics Trefferquote bei Würfen aus extremer Distanz bei etwa 18 Prozent – trotz dieser relativ niedrigen Quote scheut er sich nicht, diese spektakulären Versuche zu unternehmen.
Regeldetails
Damit ein Wurf unter die neue Regelung fällt, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Er muss aus mindestens elf Metern Entfernung erfolgen, in den letzten drei Sekunden eines der ersten drei Viertel abgegeben werden und die Aktion muss in der eigenen Spielfeldhälfte beginnen.
Weitere Distanzwurf-Spezialisten
Neben dem serbischen NBA-Star sind vor allem Stephen Curry und Damian Lillard für ihre spektakulären Würfe vom Logo oder sogar von der Mittellinie bekannt. Curry, der als einer der besten Distanzschützen in der NBA-Geschichte gilt, erzielte in der vergangenen Saison eine beachtliche Trefferquote von etwa 20 Prozent bei Würfen von hinter der Mittellinie. Auch Lillard weist ähnliche Werte auf und könnte von der neuen Regelung profitieren.