Honduras reagiert auf die alarmierende Zunahme von Atemwegserkrankungen mit drastischen Maßnahmen: Staatsbeamte kehren ins Homeoffice zurück, die Maskenpflicht wird reaktiviert.
Honduras hat seine Staatsbeamten aufgrund einer schwerwiegenden Welle von Atemwegsinfektionen wieder ins Homeoffice beordert. Die Entscheidung wurde mit einer „starken und anhaltenden Zunahme hochansteckender Atemwegserkrankungen“ begründet, darunter Covid-19, Influenza und RSV-Infektionen (Respiratorisches Synzytial-Virus). Das Innenministerium des mittelamerikanischen Staates verfügte, dass sämtliche Mitarbeiter in Regierungsbehörden und untergeordneten Verwaltungseinrichtungen zunächst am Donnerstag und Freitag ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen sollen.
Neue Schutzmaßnahmen
Parallel dazu führte das Gesundheitsministerium erneut eine Maskenpflicht ein. Diese gilt nun in Flughäfen, Kinos, Einkaufszentren, Supermärkten, Bildungseinrichtungen sowie allen weiteren Bereichen, in denen der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.
Seit Jahresbeginn sind in Honduras bereits 216 Menschen an Atemwegserkrankungen verstorben, darunter fünf an Covid-19, wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte.
Der Vertreter bezeichnete die Mortalitätsrate als „beträchtlich“.
Striktere Maßnahmen als Nachbarländer
Mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht und der Homeoffice-Anordnung für Staatsbeamte verfolgt Honduras einen deutlich strengeren Kurs als andere Länder der Region. Nachbarstaaten wie Guatemala, El Salvador und Nicaragua setzen bislang auf freiwillige Schutzmaßnahmen und Empfehlungen, ohne verbindliche Einschränkungen zu verhängen.
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Wirtschaftliche Folgen befürchtet
Wirtschaftsexperten blicken mit Sorge auf die neuen Maßnahmen. Besonders der Einzelhandel, die Gastronomie und der Tourismussektor könnten unter den Einschränkungen leiden. Die Maskenpflicht und Homeoffice-Regelungen dürften zu rückläufigen Besucherzahlen und Umsatzeinbußen führen. Da die Maßnahmen erst kürzlich in Kraft getreten sind, liegen noch keine konkreten Zahlen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen vor.