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Grenzausbau

Neue Grenzroute zwischen Serbien und Ungarn soll Staus reduzieren

Neue Grenzroute zwischen Serbien und Ungarn soll Staus reduzieren
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Die kilometerlangen Staus an der serbisch-ungarischen Grenze sollen langfristig weniger werden. Ungarn hat den vollständigen Ausbau des Grenzübergangs Bački Breg–Hercegszántó beschlossen. Künftig sollen dort auch schwere Lkw rund um die Uhr abgefertigt werden können.

Zwischen Serbien und Ungarn soll eine weitere leistungsfähige Grenzroute entstehen. Die ungarische Regierung hat den Ausbau des Grenzübergangs Hercegszántó–Bački Breg beschlossen.

Der Übergang soll vollständig umgebaut und künftig auch für den internationalen Schwerverkehr geöffnet werden. Damit könnte langfristig eine wichtige Alternative zu den stark belasteten Grenzübergängen Horgoš–Röszke und Kelebija–Tompa entstehen.

Eigene Spuren für Lkw und Busse

Geplant sind eigene Fahrspuren für schwere Lkw und Busse. Gleichzeitig sollen die Kapazitäten für Pkw ausgebaut werden. Zusätzlich ist ein Parkplatz für 40 bis 42 Lastwagen vorgesehen. Auch Fußgänger und Radfahrer sollen den Übergang künftig nutzen können.

Nach dem Umbau soll Bački Breg–Hercegszántó 24 Stunden täglich betrieben werden und auch schwere Nutzfahrzeuge abfertigen können.

Noch nicht für schwere Lkw geöffnet

Für Reisende und Transportunternehmen ist allerdings eine wichtige Einschränkung zu beachten: Der Ausbau ist beschlossen, aber noch nicht abgeschlossen. Der Grenzübergang ist derzeit bereits rund um die Uhr geöffnet, allerdings für den Personenverkehr. Der Ausbau für den vollständigen internationalen Schwerverkehr muss erst umgesetzt werden.

Die ungarische Regierung hat die Einleitung des Projekts offiziell beschlossen. Das zuständige Ministerium soll dafür ein neues Vergabeverfahren starten. Verkehrsminister Dávid Vitézy kündigte an, dass die Ausschreibung bereits in den kommenden Wochen erfolgen soll.

Horgoš soll entlastet werden

Hinter dem Ausbau steckt vor allem die hohe Belastung der bestehenden Grenzrouten. Am Übergang Röszke–Horgoš werden zu Spitzenzeiten laut ungarischen Angaben täglich 30.000 bis 40.000 Fahrzeuge abgefertigt. Gerade während der Ferien und an starken Reisetagen entstehen dort regelmäßig kilometerlange Warteschlangen.

Bački Breg soll deshalb langfristig einen Teil des Verkehrs übernehmen und gleichzeitig die Autobahn M5 sowie den südlichen Abschnitt des Budapester Autobahnrings M0 entlasten.

Neue Verbindung Richtung M6

Das Projekt ist Teil einer größeren Verkehrsachse. Von Hercegszántó soll der Verkehr künftig über die neue Donaubrücke bei Mohács besser an die ungarische Autobahn M6 angebunden werden. Auch auf serbischer Seite entsteht mit der sogenannten „Vojvodina Smile“-Schnellstraße eine neue Ost-West-Verbindung durch die Vojvodina.

Für Reisende aus Serbien Richtung Österreich könnte Bački Breg dadurch langfristig interessanter werden. Bis der Ausbau abgeschlossen ist, bleibt Horgoš für den Großteil des internationalen Verkehrs jedoch weiterhin eine der zentralen Routen Richtung Ungarn.

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KO KOSMO-Redaktion
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