13 Millionen Euro, fünf Bauphasen, ein Ziel: Dalmatiens überlastete Straßen sollen endlich Entlastung bekommen.
Für rund 13 Millionen Euro soll im dalmatinischen Hinterland eine neue Staatsstraße entstehen – zwischen den Städten Imotski und Zagvozd. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Transitverkehr in der Region neu zu ordnen und die bestehende Staatsstraße DC76 zu entlasten, die besonders in den Sommermonaten an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.
Tourismusdruck als Auslöser
Die Verbindung zwischen Imotski und Zagvozd ist vor allem für Reisende aus Richtung Posusje relevant, die zur Makarska-Riviera unterwegs sind. Zagvozd fungiert dabei als wichtiger Knotenpunkt mit Anschluss an die Autobahn in Richtung Split und Ploce. Der anhaltende Tourismusdruck belastet die Region wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch gleichermaßen – Verkehrsstaus und der schlechte Zustand der bestehenden Straßen verschärfen die Lage zusätzlich, wie das Fachportal Bausela.hr berichtet.
Fünf Bauphasen
Das Projekt ist in fünf Bauphasen gegliedert, wobei jede Phase eine selbständige funktionale Anbindung an das bestehende Straßennetz gewährleisten soll. Als prioritärer Abschnitt gilt die erste Phase zwischen Zagvozd und Dobrinca, für die zunächst die Baugenehmigung eingeholt und die entsprechende Projektdokumentation ausgearbeitet werden muss. Daran schließt Phase zwei mit dem Abschnitt Dobrinca–Poljica an, gefolgt von Phase drei zwischen Poljica und Imotski. Diese drei Abschnitte ergeben zusammen eine Streckenlänge von rund 15,3 Kilometern.
In der vierten Phase ist der Bau des Abschnitts von Imotski nach Vinjani Donji vorgesehen, der den Verkehr zum gleichnamigen Grenzübergang nach Bosnien und Herzegowina leiten soll. Den Abschluss bildet Phase fünf mit dem Teilstück Krivodol–Lovrec, das als Verbindungsglied zwischen der neuen Staatsstraße und der D60 dienen wird.