Neymars Heimkehr zu Santos gerät zum emotionalen Spießrutenlauf. Der brasilianische Superstar, der nach seinen Stationen bei Barcelona und Paris Saint-Germain zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist, erlebt dort alles andere als einen ruhigen Karriereausklang. Während Santos um den Klassenerhalt kämpft, bekommt der 31-Jährige die berüchtigte Ungeduld südamerikanischer Fans am eigenen Leib zu spüren.
Eskalation mit Fans
Nach einer weiteren Niederlage eskalierte die Situation zwischen dem früheren Barça-Star und aufgebrachten Anhängern des traditionsreichen Klubs. Neymar reagierte darauf mit deutlichen Worten: „Es ist manchmal schwer, die Emotionen zu kontrollieren, wenn man beleidigt wird. Ich werde mich nie mit Fans streiten, wenn sie mich wegen meiner Leistung auf dem Platz kritisieren – sie haben das Recht, ihre Meinung zu sagen. Aber sie dürfen mich nicht beleidigen, meinen Vater oder meine Familie erwähnen oder mich einen Söldner nennen. Es tut mir leid, aber manchmal ist es schwer, sich zu kontrollieren.“
Die anhaltende Frustration der Santos-Anhänger ist nicht unbegründet. In bisher 15 Pflichtspielen seit seiner Rückkehr erzielte Neymar lediglich vier Tore und drei Assists – eine magere Ausbeute für einen Spieler von Weltklasseformat. Besonders in der brasilianischen Liga bleibt der Offensivstar weit hinter den Erwartungen zurück: In sieben Einsätzen gelang ihm nur ein einziger Treffer, während sein Verein weiterhin auf einem bedrohlichen Abstiegsplatz verharrt.
Wie es für den Offensivkünstler weitergeht, bleibt offen. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr könnte sogar eine Rückkehr nach Europa für den Brasilianer zum Thema werden. Übereinstimmende Medienberichte bestätigen, dass Olympique Marseille konkretes Interesse an einer Verpflichtung des Stürmers zeigt. Für Neymar wäre der Wechsel nach Frankreich eine Chance, seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich so für das brasilianische WM-Aufgebot zu empfehlen.