Auf dem Court unschlagbar, im Klassenzimmer chancenlos: Jannik Sinner kämpft um seinen Motorradführerschein – und verliert.
Jannik Sinner ist auf dem Tennisplatz einer der Besten der Welt – doch auf dem Weg zum Motorradführerschein in Monaco kommt der 24-Jährige nicht vom Fleck. Viermal ist der Südtiroler bereits an der theoretischen Prüfung gescheitert, einem Multiple-Choice-Test mit 40 Fragen zur Straßenverkehrsordnung. Sein Fahrlehrer gibt offen zu, dass er einen weiteren Misserfolg für durchaus möglich hält.
Monegassische Hürden
Der Erwerb des Motorradführerscheins im Fürstentum folgt einem mehrstufigen Verfahren, das sich am französischen System orientiert. Monaco ist Sinners Wahlheimat – und dort verlangt die sogenannte examen théorique général, dass Kandidaten mit maximal fünf Fehlern durch den Test kommen. Wer das schafft, muss anschließend auf einem abgesperrten Gelände und im regulären Stadtverkehr seine praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Gegenüber „Il Fatto Quotidiano“ erklärte der Fahrlehrer, Sinner hätte als Privatschüler deutlich bessere Aussichten, wenn er den Lernstoff gemeinsam mit ihm aufarbeite. Im praktischen Teil warten ein Slalomparcours sowie Ausweichmanöver auf den Tennisstar – gefahren wird dabei auf einer Kawasaki mit 650 Kubikzentimetern Hubraum.
Wimbledon-Geständnis
Sinner selbst hatte seine Führerschein-Misere bei der Wimbledon-Gala offen angesprochen – ein Moment, der in den sozialen Netzwerken schnell die Runde machte. Fans feierten ihn für seine entwaffnende Ehrlichkeit. Sein Fahrlehrer wiederum hofft inständig, dass der nächste Anlauf besser läuft – ein fünftes Scheitern, so ließ er durchblicken, wäre auch für ihn keine angenehme Vorstellung.