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Premier

Nordmazedonisches Parlament bestätigt Hristijan Mickoski als Premier

(FOTO: EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI)
(FOTO: EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI)

In Skopje konstituierte sich am Sonntagabend eine neue politische Ära. Das nordmazedonische Parlament bestätigte Hristijan Mickoski, den Führer der nationalkonservativen VMRO-DPMNE, als neuen Premier. Mit einer beachtlichen Mehrheit von 78 der 120 Parlamentssitze scheint Mickoskis Regierung auf festem Boden zu stehen.

Bei der feierlichen Vereidigungszeremonie nutzte Mickoski den offiziellen Namen Nordmazedonien. Was als Hinweis auf eine mögliche diplomatische Annäherung gedeutet werden kann.

Die künftige Regierungsführung unter Mickoski steht jedoch bereits vor Herausforderungen. Eine davon ist die kontrovers diskutierte Einbeziehung der bulgarischen Minderheit in die Verfassung. Die von der Europäischen Union als Bedingung für den Beginn der Beitrittsgespräche gefordert wird. Trotz des Parlamentsauftritts, in welchem klar gestellt wurde, dass keine diesbezüglichen Verfassungsänderungen beabsichtigt sind, bleibt die Integration Nordmazedoniens in die EU ein vorherrschendes Thema.

Wahlsieg Anfang Mai

Nach einem beeindruckenden Wahlsieg Anfang Mai kehrt die VMRO-DPMNE nun nach acht Jahren in die Regierungsverantwortung zurück und verdrängt die Sozialdemokraten in die Opposition. Mickoski, verspricht eine Agenda, die eng mit den Zielen der Europäischen Union verzahnt ist. Er hebt in seiner Rede hervor, sowohl wirtschaftliche Stärkung als auch die Bekämpfung der Korruption in Angriff zu nehmen.

Zudem betonte er die Absicht, die Außenpolitik seines Landes auf die der EU abzustimmen. Was ein starkes Bekenntnis zur europäischen Integration Nordmazedoniens signalisiert. Mickoski versicherte weiterhin, die Unterstützung für die Ukraine. Sowie die Pflege guter Beziehungen zu allen Nachbarstaaten seien zentrale Säulen seiner Außenpolitik.

Mit diesen ambitionierten Zielen navigiert Nordmazedoniens neue Regierung durch ein komplexes politisches Geflecht, stets im Bestreben, sowohl die innerstaatlichen Herausforderungen zu meistern als auch die Rolle des Landes auf der internationalen Bühne zu stärken.