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Himmelsschauspiel

Nur heute: Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel sichtbar!

Nur heute: Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel sichtbar!
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Der Nachthimmel wird zur kosmischen Bühne: In der Nacht zum 22. Oktober erreichen die Orioniden ihren Höhepunkt – bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde versprechen ein himmlisches Spektakel.

Mit dem Einbruch der Herbstdunkelheit verwandelt sich der nächtliche Himmel in ein faszinierendes Schauspiel. Besonders spektakulär wird es in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober, wenn die Orioniden ihren Höhepunkt erreichen. Das markante Sternbild Orion erscheint gegen 23 Uhr am östlichen Horizont und wandert bis zum Morgengrauen in den Südhimmel. Die Meteore selbst verteilen sich jedoch über das gesamte Firmament, weshalb ein Blick in jede Richtung lohnenswert ist.

Die Beobachtungsbedingungen präsentieren sich heuer außergewöhnlich günstig, da der Neumond für ideale Dunkelheit sorgt. Unter diesen optimalen Voraussetzungen können Himmelsbeobachter bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde erleben. Diese leuchtenden Erscheinungen entstammen den Überresten des Kometen 1P/Halley, der winzige Eis- und Staubpartikel auf seiner kosmischen Reise zurücklässt. Halley gehört zu den wenigen Kometen, die mit bloßem Auge wahrnehmbar sind und zweimal innerhalb einer menschlichen Lebensspanne beobachtet werden können – sein nächster Besuch im inneren Sonnensystem steht für 2061 an.

Weitere Himmelsereignisse

Die Nacht zum Mittwoch könnte zusätzliche astronomische Highlights bieten: Die Kometen Lemmon und Swan befinden sich derzeit in Erdnähe. Besonders Lemmon könnte sogar ohne optische Hilfsmittel sichtbar werden. Neben den Orioniden, die zu den fünf bedeutendsten Meteorströmen zählen, bereichern weitere Himmelsphänomene den Herbst: Die Epsilon-Geminiden und Leo-Minoriden sind bis zum 27. Oktober aktiv, während die Nördlichen Tauriden vom 20. Oktober bis 10. Dezember auftreten. Ab 6. November folgen die Leoniden, bevor Anfang Dezember die eindrucksvollen Geminiden den Reigen abschließen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich bei Meteoren um das Aufleuchten kleiner Gesteins- oder Staubteilchen, die mit 66 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen. Durch die Kollision mit Luftmolekülen entsteht eine Ionisierung, die als leuchtende Bahn wahrnehmbar wird. Diese Erscheinungen treten auf, wenn unser Planet auf seiner Sonnenumrundung durch Staubwolken zieht, die von Kometen hinterlassen wurden – ein Ereignis, das sich jährlich zur selben Zeit wiederholt. Besonders eindrucksvoll sind größere Objekte, die als Feuerkugeln mit charakteristischen Schweifbildungen erscheinen.

Der Nachthimmel bietet also zahlreiche Attraktionen für geduldige Beobachter. Wer optimale Sichtbedingungen sucht, sollte ländliche Regionen oder Höhenlagen mit uneingeschränktem Rundumblick aufsuchen.

Mit etwas Ausdauer werden klare Herbstnächte nicht nur zu einem beeindruckenden Naturerlebnis, sondern bieten auch die perfekte Gelegenheit, beim Anblick einer Sternschnuppe persönliche Wünsche zu formulieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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