Ein Laib Brot, ein Familienrezept und ein großer Traum: Ein Grazer Bäckermeister bringt österreichisches Handwerk nach Manhattan.
Martin Auer, der Grazer Bäckermeister, macht seinen New-York-Traum wahr: In Manhattan eröffnet er eine Bäckerei, deren Sortiment sich ganz dem österreichischen Roggensauerteigbrot widmet.
Ort des Geschehens
Die Bäckereikette Martin Auer betreibt derzeit rund 43 bis 48 Filialen, hauptsächlich im Großraum Graz sowie weiteren Standorten in der Steiermark, Kärnten, Wien und Villach/Klagenfurt, und wird in dritter Generation von Martin und Barbara Auer geführt. Mit der Expansion nach Manhattan beschreitet das Familienunternehmen nun erstmals den US-Markt.
Unter dem schlichten Namen „Rye“ öffnet das Geschäft in der 285 Lafayette Street seine Türen – mit einem einzigen Hauptprodukt im Mittelpunkt: einem 1,5 Kilogramm schweren Bio-Roggensauerteigbrot nach einem Familienrezept, das bis zu Auers Großvater zurückreicht. Die Zusammensetzung ist bewusst minimalistisch gehalten: Roggenmehl, Wasser, Salz und Zeit. „Unsere Herkunft, das ist Roggensauerteigbrot – das ist unser Grundnahrungsmittel“, betont Auer.
Zum Einsatz kommt dabei eine 57 Jahre alte Sauerteigkultur. Ergänzt wird das Angebot durch zwölf sogenannte „Spread Breads“ auf der „On Rye“-Karte, die den typischen Charakter des Brots geschmacklich weiter entfalten sollen.
Preise & Reaktionen
Ein ganzer Laib ist um 60 Dollar erhältlich, ein Viertelstück für 15 Dollar. Während ein Teil der Nutzer das Konzept als innovativ feiert, äußern andere die Sorge, dass Brot damit zum Luxusgut avanciere.
Erlebnisraum Bäckerei
Das Innere der Bäckerei ist als bewusst gestalteter Erlebnisraum konzipiert. Ein fünf Meter langer Holztisch aus dem steirischen Pöllau setzt dabei ein sichtbares Zeichen für die Verwurzelung in österreichischer Handwerkstradition.
Mit „Rye“ verfolgt Auer das Ziel, dem New Yorker Publikum nicht nur ein Brot, sondern das kulturelle Erbe österreichischer Backkunst näherzubringen.