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Eid ul-Adha

Opferfest: Was feiern Moslems am höchsten Feiertag?

Opferfest: Was feiern Moslems am höchsten Feiertag?
(FOTO: iStock)
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Das Opferfest, im Arabischen Eid ul-Adha, auf Türkisch Kurban Bayramı und auf Persisch Eid-e Qurban genannt, ist das höchste Fest im Islam. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch, der Wallfahrt nach Mekka, gefeiert und beginnt im Jahr 2023 am Mittwoch, den 28. Juni.

Was wird gefeiert?

Das Opferfest basiert auf einer Geschichte, die nicht nur im Koran, sondern auch in der jüdischen Thora und der christlichen Bibel (Genesis 22,1–19) zu finden ist: Einst hat sich Ibrahim bereit erklärt, seinen erstgeborenen Sohn Ismail für Gott zu opfern. Im letzten Moment schickte Gott Ibrahim einen Widder, den er dann statt seines Sohnes opferte. Im jüdischen und christlichen Glauben geht es jedoch um (Abrahams) Ibrahims Sohn Isaak statt Ismail.

Welche Tiere werden geopfert?

Je nach regionaler Verfügbarkeit werden Schafe, aber auch andere domestizierte Tiere wie Ziegen, Rinder, Kamele oder Wasserbüffel (in Indonesien) geschlachtet. Allgemein werden nur Paarhufer rituell geschlachtet – mit Ausnahme des Schweins, das als unrein gilt.

Wie wird das Opferfest gefeiert?

Muslime in aller Welt begehen das Opferfest am 10. Tag des letzten islamischen Monats Dhū l-Hiddscha. Sie sind dazu aufgerufen, sich an Ibrahims Opferbereitschaft ein Beispiel zu nehmen und der Barmherzigkeit Gottes zu gedenken. Traditionell schlachten viele Familien ein Tier, wenn sie es sich finanziell leisten können, und teilen das Fleisch mit ihrem Umfeld, zu dem neben Verwandten auch Bekannte oder Nachbarn gehören. Ein Teil des Fleisches wird unter Armen und Bedürftigen verteilt. Es ist unter islamischen Gelehrten allerdings umstritten, ob diese Armenspende obligatorisch oder freiwillig ist.

Während des Opferfestes werden Kinder oft mit Süßigkeiten beschenkt, und in größeren Städten finden Feste mit Karussells statt.

Welche Bräuche gibt es?

Am ersten Morgen des Opferfests besuchen Moslems die Moschee, um dort das gemeinsame Gebet (salat) zum Festtag zu verrichten. Die Teilnahme daran ist für die Sunniten Pflicht; Ausnahmeregelungen gelten für Gläubige, die sich auf der Pilgerfahrt nach Mekka befinden.