Ein ungewöhnlicher Vorfall beschäftigt derzeit Schüler, Lehrkräfte und Eltern an der Mittelschule in Hörsching, Oberösterreich. Der Fund eines toten Igels im Schulgarten hat sowohl die Schule als auch die örtliche Polizeibehörde auf den Plan gerufen, da die Umstände seines Todes unklar sind.

Gerüchte über Tierquälerei
Der Auslöser des Vorfalls war die Beobachtung einiger Mädchen, die sahen, wie drei Jungen im Schulgarten angeblich mit einem Igel „Fußball spielten“ und das Tier zu Tode quälten. Die Kinder berichteten ihren Eltern von diesem Vorfall, woraufhin sowohl die Schulleitung als auch die Polizei informiert wurden.
Laut der Direktorin war die Polizei vor Ort, um den Sachverhalt zu klären und die Geschehnisse zu untersuchen: „Es hat kein Erwachsener den Vorfall gesehen, er beschäftigt mich aber schon seit zwei Tagen und wir arbeiten ihn auch auf. Aber ich hätte wichtigere Themen in der Schule.“
Klärung der Umstände
Die Schulleiterin erklärte, dass die Jungen den Igel bereits tot gefunden hatten. Entgegen den Behauptungen sei das Tier nicht als Fußball missbraucht worden. Ein Junge habe den Igel lediglich mit dem Fuß umgedreht und, nachdem er feststellte, dass das Tier tot war, über den Zaun ins Gebüsch geworfen. Dies sei geschehen, damit niemand versehentlich auf das tote Tier trete.
Laut Aussage einer Schülerin war der Igel jedoch lediglich im Winterschlaf und schnell geatmet. Die Schüler hätten ihn trotzdem hin und her geschossen, bis er tot war.
Ermittlungen eingestellt – Diskussionen halten an
Die Polizei hat ihre Ermittlungen eingestellt, doch das Thema beschäftigt die Schule weiterhin. Es gibt unterschiedliche Versionen der Ereignisse, weshalb der Vorfall weiterhin Gesprächsthema Nummer eins ist.
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Als Reaktion auf die Vorkommnisse wird in den Klassen nun verstärkt über den Umgang mit Tieren gesprochen. Insbesondere der Igel und seine Lebensweise stehen dabei im Mittelpunkt der Diskussionen.