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Dickpic

Polizist schickte explizite Fotos an Kolleginnen

(FOTO: iStock/m-Gucci/Spitzt-Foto)
(FOTO: iStock/m-Gucci/Spitzt-Foto)

Ein Tiroler Beamter steht im Verdacht, mehrere Kolleginnen verbal belästigt und unangemessene Bilder verschickt zu haben.

Nach langwierigen Untersuchungen hat nun die Disziplinarkommission in Oberösterreich eine drastische Maßnahme ergriffen: die Entlassung des beschuldigten Polizisten. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Disziplinäre Maßnahmen

Die Vorfälle ereigneten sich im vergangenen Herbst, als mehrere Polizistinnen ihren Vorgesetzten beschuldigten, sie sowohl verbal belästigt als auch ihnen explizite Fotos – gemeinhin als „Dickpics“ bekannt – zugesandt zu haben. Diese Vorwürfe sind umso besorgniserregender, wenn man bedenkt, dass der betreffende Beamte bereits zehn Jahre zuvor negativ aufgefallen war, und 2018 sogar ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Trotz dieser Vorwürfe, die damals allerdings keinen sexuellen Kontext hatten, verblieb er im Dienst.

Entscheidung der Disziplinarkommission

Die aktuelle Entwicklung wurde durch die Bundesdisziplinarbehörde eingeleitet, die sich für die Entlassung des Beamten aussprach. Diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt im Umgang mit internen Missständen dar und unterstreicht die Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglicher Art von Belästigung innerhalb der Polizei. Dem Beschuldigten hat nun die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einzulegen.

Freistellung und Vorwürfe

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe wurde der beschuldigte Polizist vom Dienst freigestellt, ein Schritt, der für viele Betroffene eine späte Genugtuung bedeutet. Die betroffenen Kolleginnen sehen sich in ihrem Kampf um Anerkennung und Gerechtigkeit innerhalb des beruflichen Umfelds gestärkt. Während das Verfahren seinen rechtlichen Lauf nimmt, bleibt die Hoffnung, dass dieser Fall zu erhöhter Sensibilisierung für die Problematik der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz beitragen kann.