Nach einer erfolgreichen Klage der Arbeiterkammer Kärnten erhalten mehr als 25.000 Kelag-Kunden Rückerstattungen für unrechtmäßige Änderungen der Lieferbedingungen aus dem Jahr 2023. Die Auszahlungen haben in dieser Woche begonnen.
Der Energieversorger hatte im vergangenen Jahr sowohl die Preise angehoben als auch die allgemeinen Stromlieferbedingungen modifiziert – ein Vorgehen, das gerichtlich für unzulässig erklärt wurde. Das Gericht gab der Arbeiterkammer in beiden Instanzen vollumfänglich Recht und bemängelte, dass die Änderungen ohne ausreichende rechtliche Grundlage und Transparenz vorgenommen wurden. Die Arbeiterkammer setzte sich in zwei Instanzen durch, woraufhin die Kelag auf weitere juristische Schritte verzichtete und nun die finanziellen Konsequenzen trägt. Das Unternehmen kündigte daraufhin im Herbst 2023 alle betroffenen Verträge.
Die betroffenen Haushalte werden seit dieser Woche über die Details informiert, wie die Kleine Zeitung berichtet. Der Großteil der Kunden erhält die individuell berechneten Beträge automatisch auf das hinterlegte Konto überwiesen. Anspruch auf Rückzahlung haben jene Verbraucher, die nach der Preiserhöhung vom 1. August 2023 keinen neuen Vertrag abgeschlossen haben und bis maximal 15. November 2023 zum Tarif von 20,70 Cent pro Kilowattstunde beliefert wurden. Die Rückerstattung betrifft etwa zehn Prozent aller Kelag-Kunden.
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Rückzahlungsbeträge
Die Rückerstattungssummen fallen für Privatkunden überwiegend bescheiden aus: Bei etwa 75 Prozent der Anspruchsberechtigten liegt der Betrag unter 20 Euro, wobei der Großteil sogar weniger als zehn Euro pro Haushalt erhält. Deutlich höhere Rückzahlungen gehen an gewerbliche Abnehmer – rund 250 Unternehmen können mit Erstattungen von durchschnittlich 500 Euro rechnen. Für aktuelle Kelag-Kunden soll der Prozess bis Ende August abgeschlossen sein. Ehemalige Kunden oder Personen ohne hinterlegte Bankverbindung müssen ihre Kontodaten zunächst mitteilen, bevor sie im September ihre Rückerstattung erhalten können.
Neue Tarife
Anfang August kündigte die Kelag bereits ihre neuen, kostengünstigeren Stromtarife an, die ab Oktober 2025 beziehungsweise Jänner 2026 gelten werden. Der neue Tarif sieht einen Arbeitspreis von 12,5 Cent pro Kilowattstunde (exkl. MwSt.) und eine Grundgebühr von 4,5 Euro pro Monat vor. Der neue Tarif „Klassik“ liegt bei 15 Cent brutto pro Kilowattstunde, was für einen Durchschnittshaushalt eine jährliche Ersparnis von rund 40 Euro bedeutet. Weiterführende Informationen dazu sind unter dem Verweis „Neue Kelag-Tarife ab Oktober: Strom wird günstiger“ verfügbar.
In Kärnten beginnt der Montag mit freundlichem Wetter.
Nach einem kühlen Morgen klettern die Temperaturen im Tagesverlauf auf bis zu 25 Grad.