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Drogenfund

Rekord-Fund im Recycling-Laster: Bosnier schmuggelte 138 Kilo Kokain

Rekord-Fund im Recycling-Laster: Bosnier schmuggelte 138 Kilo Kokain
FOTO: Guardia di Finanza
2 Min. Lesezeit |

Die Seegrenzpolizei im Hafen von Civitavecchia verzeichnete im Dezember 2025 einen Rekorderfolg: Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden rund 138 Kilogramm hochreines Kokain sichergestellt – der größte Drogenfund des Jahres in der italienischen Region Latium. Die Beamten wurden auf einen aus Barcelona kommenden Lastwagen aufmerksam, der von einem bosnischen Staatsbürger gesteuert wurde.

Das Rauschgift war raffiniert in sechs Industriesäcken mit Recycling-Kunststoff versteckt und befand sich im Anhänger des in Slowenien zugelassenen Fahrzeugs. Bereits während der ersten Überprüfung schöpften die Grenzbeamten Verdacht, da ihnen das Verhalten des Fahrers auffällig erschien. Ein anschließender Röntgenscan bestätigte die Unregelmäßigkeiten in der Ladung. Mit Hilfe des Spürhundes „Jackpot“ konnten schließlich 120 Kokainpakete aufgespürt und beschlagnahmt werden.

Ermittler betonen die außergewöhnliche Reinheit des Kokains, das nach dem Strecken einen Straßenverkaufswert von etwa 15 Millionen Euro erzielt hätte. Der 42-jährige Lastwagenfahrer, ein in Slowenien lebender Bosnier, wurde umgehend festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizvollzugsanstalt Civitavecchia überstellt. Der Vorwurf lautet auf Drogenhandel.

Erfolgreiche Drogenfunde

Die Dezember-Aktion markiert zwar den Höhepunkt der Drogenbekämpfung in Latium im Jahr 2025, reiht sich jedoch in eine Serie erfolgreicher Zugriffe ein. Zwischen Jahresbeginn und dem 24. Dezember wurden im Hafen von Civitavecchia insgesamt 219 Kilogramm Drogen aus dem Verkehr gezogen. Neben dem Kokain, das knapp zwei Drittel der Gesamtmenge ausmacht, wurden auch erhebliche Mengen Marihuana sichergestellt.

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Barcelona-Route

Ein weiterer bedeutender Erfolg gelang den Behörden am 22. August 2025, als sie 81 Kilogramm Marihuana in einem ebenfalls aus Barcelona kommenden Lastwagen entdeckten. Die Drogen waren zwischen verschiedensten Waren wie Brautkleidern, Medikamenten und Tierfutter versteckt. In diesem Fall wurde ein bulgarischer Fahrer festgenommen.

Wie die Nezavisne berichten, hätte diese Lieferung auf dem Schwarzmarkt mehr als 450.000 Euro eingebracht.

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