Mehr Züge, dichtere Takte und neue Strecken: Die Westbahn baut ihr Angebot deutlich aus. Ab Ende 2025 fahren die markanten Doppelstockzüge sogar im Halbstundentakt.
Die Westbahn verdichtet ab Dezember 2025 ihren Takt auf der Weststrecke und bietet erstmals einen durchgehenden 30-Minuten-Rhythmus im Fernverkehr an. Das Unternehmen stockt sein Angebot auf insgesamt 66 tägliche Verbindungen auf, was einer Steigerung von zehn Prozent entspricht, wie am Freitag bekannt wurde. Besonders Berufspendler sollen von zusätzlichen Frühzügen und einem verstärkten Angebot zu den Hauptverkehrszeiten profitieren.
Für die Umsetzung des dichteren Fahrplans werden vier Züge des chinesischen Herstellers CRRC in den regulären Betrieb integriert. Die bereits 2019 bestellten Garnituren befinden sich seit 2022 in Österreich, wo sie umfangreiche Testfahrten absolvierten.
Neue Streckenführung
Mit dem Fahrplanwechsel erweitert das Unternehmen auch seine Streckenführung. Die bisherige Verbindung nach St. Johann im Pongau über Hallein und Bischofshofen wird künftig bis Saalfelden verlängert. Diese Direktverbindung zwischen Wien und Saalfelden wird dreimal täglich angeboten.
Eine weitere Neuerung folgt im März 2026, wenn die Westbahn erstmals auf der Südstrecke verkehrt. Fünf tägliche Verbindungen werden dann von Wien über Graz und Klagenfurt bis nach Villach und zurück geführt.
Mehr Flexibilität
Westbahn-Geschäftsführer Thomas Posch bezeichnet die Änderungen als „echten Gewinn für alle Bahnreisenden auf der Weststrecke“. Die Flexibilität für Fahrgäste steigt zudem durch neue Spätverbindungen. Vom Wiener Westbahnhof fahren künftig zwischen 5.38 Uhr und 21.08 Uhr halbstündlich Züge ab.
In der Gegenrichtung erreichen die Westbahn-Garnituren den Wiener Westbahnhof zwischen 7.22 Uhr und 22.52 Uhr im 30-Minuten-Takt.