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Nahbegegnung

Riesen-Asteroid rast mit 38.000 km/h an Erde vorbei – Live-Spektakel

Riesen-Asteroid rast mit 38.000 km/h an Erde vorbei – Live-Spektakel
Wissenschafter haben schon Tausende Asteroiden in der Nähe der Erde identifiziert. (FOTO: iStock/solarseven)
2 Min. Lesezeit |

Ein wolkenkratzergroßer Asteroid rast am Donnerstag an der Erde vorbei – mit einer Geschwindigkeit von über 38.000 km/h. Der als „potenziell gefährlich“ eingestufte Himmelskörper mit der Bezeichnung 2025 FA22 erreicht in den frühen Morgenstunden seinen erdnächsten Punkt und wird dabei einen Abstand von 835.000 Kilometern zur Erde einhalten – das Zweifache der Entfernung zum Mond. Interessierte können das Spektakel entweder mit einem Teleskop im eigenen Garten oder über einen kostenlosen Livestream im Internet verfolgen.

Der Asteroid wurde erst in diesem Jahr durch das Pan-STARRS 2-Teleskop (Himmelsüberwachungssystem) auf Hawaii entdeckt. Anfängliche Berechnungen hatten für das Jahr 2089 eine – wenn auch äußerst geringe – Einschlagswahrscheinlichkeit auf der Erde ergeben. Dies brachte dem Himmelskörper vorübergehend den Spitzenplatz auf der Risikoliste der Europäischen Weltraumagentur ESA ein.

Entwarnung gegeben

Doch dank intensiver Nachbeobachtungen konnten Astronomen die Flugbahn des Asteroiden präziser bestimmen und jegliches Einschlagsrisiko ausschließen. Im Mai wurde 2025 FA22 vollständig von der ESA-Risikoliste gestrichen.

Mit einem Durchmesser zwischen 130 und 290 Metern hätte der Asteroid bei einem Einschlag durchaus die Kraft, eine Großstadt zu zerstören. Die ursprüngliche Prognose einer minimalen Einschlagschance für 2089 hatte ihm zeitweise den ersten Platz auf der Liste der größten planetaren Risiken eingebracht.

Internationale Beobachtungskampagne

Die ESA nutzt den Vorbeiflug für eine internationale Beobachtungskampagne, bei der Fachleute weltweit die Bahn und physikalischen Eigenschaften des Himmelskörpers analysieren. Bis Ende Oktober konzentrieren sich die Messungen auf Astrometrie (Positions- und Bewegungsdaten) sowie Polarimetrie, um Oberflächeneigenschaften und Zusammensetzung des Asteroiden zu bestimmen. Diese Daten sind für künftige Abwehrstrategien gegen echte Einschlagsgefahren von großer Bedeutung.

Seltenes Ereignis

Asteroiden dieser Größenordnung und Nähe passieren die Erde im Schnitt nur etwa einmal pro Jahrzehnt, weshalb 2025 FA22 für die Wissenschaft eine besonders wertvolle Beobachtungsmöglichkeit darstellt. Amateurastronomen können das Ereignis bereits mit kleinen Teleskopen verfolgen, zudem bietet das Virtual Telescope Project einen kostenlosen Livestream des Vorbeiflugs an.

Ernsthafte Überwachung

Diese Geschichte wurde teilweise von einem anderen Asteroiden – 2024 YR4 – überschattet, für den kurzzeitig eine deutlich höhere Einschlagswahrscheinlichkeit im Jahr 2032 berechnet worden war.

Trotz der geringen Kollisionswahrscheinlichkeit nahmen die Weltraumagenturen die Bedrohung durch 2025 FA22 ernst. Der Asteroid wurde vorübergehend auf den ersten Platz der ESA-Risikoliste gesetzt, die alle erdnahen Objekte überwacht, für die eine nicht-null Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf unserem Planeten besteht.

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KO KOSMO-Redaktion
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