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Militärbasis

Satellitenbilder enthüllen: Russland baut Raketenbasis an EU-Grenze

Satellitenbilder enthüllen: Russland baut Raketenbasis an EU-Grenze
FOTO: EPA-EFE/MIKHAIL TERESHCHENKO/SPUTNIK/KREMLIN POOL
2 Min. Lesezeit |

Satellitenaufnahmen haben den Bau einer bislang nicht öffentlich kommunizierten Militäranlage in Belarus aufgedeckt. Wie Radio Free Europe am Mittwoch berichtete, entstehen im Bezirk Slutsk – rund 245 Kilometer von der polnischen Ostgrenze entfernt – mehrere militärische Objekte, darunter Hangars, Befestigungsmauern, Munitionsdepots und Fundamente für mutmaßliche Luftabwehrsysteme.

Der Standort befindet sich in einem Gebiet, das während des Kalten Krieges von der Sowjetunion zur Lagerung von Atomwaffen genutzt wurde. Laut dem Portal TVP World handelte es sich vor Baubeginn hauptsächlich um unbesiedeltes Land. Weder offizielle belarussische Stellen noch lokale Medien haben bisher Informationen zu Bauprojekten in dieser Region veröffentlicht.

Nukleare Vermutungen

Sicherheitsexperte Konrad Muzika äußerte gegenüber Radio Free Europe die Einschätzung, dass die Anlage „wahrscheinlich mit Atomwaffen ausgerüstet sein wird“ oder zumindest eine nukleare Komponente aufweisen könnte. Zudem sei die Basis möglicherweise für die Stationierung russischer ballistischer Raketen vom Typ „Oreschnik“ (neue russische Hyperschallrakete) vorgesehen.

Diese Einschätzung wird vom pensionierten finnischen Geheimdienstoffizier Major Marko Eklund geteilt. Er bezeichnete die Anlage als erkennbare „zukünftige Raketenbasis“ und betonte, dass deren Fertigstellung einen „strategischen Vorteil“ nicht nur für Belarus, sondern insbesondere für dessen engsten Verbündeten Russland darstellen würde.

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Aktuelle militärische Spannungen

Die Einschätzungen der Experten erhalten durch aktuelle Entwicklungen zusätzliche Brisanz. Vom 12. bis 16. September 2025 finden die russisch-belarussischen Militärmanöver „Zapad 2025″ in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze statt. Nach Angaben aus Minsk und mehreren unabhängigen Medienberichten werden dabei auch der mögliche Einsatz von Atomwaffen sowie der neuen russischen Hyperschall-Mittelstreckenrakete Oreschnik geprobt, die potenziell mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

Der weißrussische Verteidigungsminister bestätigte, dass im Rahmen der Übung explizit auch Szenarien für den Einsatz von Oreschnik-Ballistikraketen und Atomwaffen trainiert werden. Als Reaktion auf die als „äußerst aggressiv“ bewerteten Manöver hat Polen die Grenze zu Belarus vollständig geschlossen und 40.000 Soldaten an der Grenze zu Russland und Belarus verlegt.

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KO KOSMO-Redaktion
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