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Verkehrssicherheit

Nach tödlichem E-Scooter-Drama: Helmpflicht spaltet Koalition

Nach tödlichem E-Scooter-Drama: Helmpflicht spaltet Koalition
FOTO: iStock/Mihajlo Maricic
2 Min. Lesezeit |

Der tragische Unfall einer 14-Jährigen in Schlierbach, Oberösterreich, hat eine intensive politische Auseinandersetzung um die Sicherheit von E-Scootern ausgelöst. Das Mädchen, das mit einer Freundin auf einem E-Scooter unterwegs war und von einem Auto erfasst wurde, gehört zu einer wachsenden Zahl von Unfallopfern, die ohne Kopfschutz verunglückt sind.

Besonders alarmierend sind die vom ÖAMTC erhobenen Zahlen: Lediglich 12 Prozent der E-Scooter-Nutzer tragen einen Helm – ein deutlicher Kontrast zu den 37 Prozent bei herkömmlichen Fahrrädern und 55 Prozent bei E-Bikes. Bei Leihfahrzeugen ist die Helmnutzung praktisch nicht existent.

Die Unfallzahlen steigen dramatisch: 2024 wurden 7.500 Verletzte nach E-Scooter-Unfällen in österreichischen Spitälern behandelt – ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch beunruhigender ist die Entwicklung bei den Verkehrstoten: Im ersten Halbjahr 2025 starben 108 Prozent mehr Menschen bei Unfällen mit Fahrrädern, E-Bikes oder E-Scootern als im Vorjahreszeitraum.

Die Statistiken des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) unterstreichen die Dringlichkeit der Situation. Laut deren Erhebungen aus 2023/2024 waren 59 Prozent der tödlich verunglückten E-Bike-Fahrer ohne Helm unterwegs. Bei tödlichen E-Scooter-Unfällen liegt dieser Anteil sogar bei 90 Prozent. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bringt jedoch einen anderen Aspekt in die Debatte ein: Eine verpflichtende Helmnutzung könnte die Attraktivität des Radfahrens mindern und damit verkehrspolitische Mobilitätsziele gefährden. Zudem warnt der VCÖ vor möglichen versicherungsrechtlichen Konsequenzen – fehlender Kopfschutz könnte im Schadensfall als Teilschuld gewertet werden.

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Politische Reaktionen

Auf regionaler Ebene fordern der oberösterreichische SPÖ-Landesrat Martin Winkler und der Linzer Vizebürgermeister Martin Hajart von der ÖVP verschärfte Regelungen, insbesondere eine allgemeine Helmpflicht für E-Scooter. Auch auf Bundesebene hat die Regierung, die derzeit mit sinkenden Umfragewerten kämpft, das Thema aufgegriffen. Ein Gesetzesentwurf aus dem Ressort von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sieht eine Helmpflicht sowohl für E-Bikes als auch für E-Scooter vor.

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Parteien uneins

Die Positionen der Parteien gehen jedoch auseinander: Während die NEOS eine generelle Pflicht ablehnen, plädiert die ÖVP für eine Beschränkung der Regelung auf E-Scooter. Nach Informationen der Tageszeitung „Heute“ aus Regierungskreisen werden zwar kontinuierlich Gespräche geführt, doch eine Einigung ist bislang nicht in Sicht.

Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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