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Sicherheitscheck

Schützt Alufolie wirklich vor Einbrechern?

Schützt Alufolie wirklich vor Einbrechern?
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3 Min. Lesezeit |

Knisternde Alufolie als Einbruchschutz? Was im Internet als günstiger Sicherheitstrick kursiert, stößt bei Experten auf deutliche Skepsis.

Alle sechs Minuten wird in Deutschland ein Einbruch verzeichnet, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dokumentiert. Dieses Wissen verursacht bei vielen ein Unbehagen, sobald sie ihr Zuhause für längere Zeit verlassen. Da hochwertige Sicherheitstechnik wie Alarmsysteme oder Kameras oft kostspielig ist, verbreitet sich im Internet eine vermeintlich clevere Alternative: der sogenannte Alufolien-Trick. Doch wie funktioniert diese Methode und bietet sie tatsächlich wirksamen Schutz vor ungebetenen Eindringlingen?

Die im Netz kursierende Methode erscheint zunächst einfach: Man umwickelt die Außenklinke der Eingangstür mit Aluminiumfolie, bevor man das Haus verlässt. Entscheidend dabei ist, die Folie nur locker anzubringen, damit sie bei Berührung deutlich hörbar knistert. Genau dieses akustische Signal soll den Kern der Schutzwirkung ausmachen: Einbrecher, die auf geräuscharmes Vorgehen angewiesen sind, sollen durch das unerwartete Rascheln entweder abgeschreckt oder zumindest kurzzeitig verunsichert werden.

Zweifelhafte Wirksamkeit

Die tatsächliche Schutzwirkung dieser Methode steht allerdings auf wackeligen Beinen. Das Nachrichtenportal t-online konfrontierte die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit dieser Frage und erhielt eine eindeutige Antwort: Von solchen improvisierten Maßnahmen rät die Polizei ausdrücklich ab. Diese Skepsis erscheint berechtigt, denn niemand kann vorhersagen, ob das Knistern tatsächlich abschreckend wirkt – oder ob es Einbrechern nicht sogar signalisiert, dass die Bewohner abwesend sind.

Zudem konzentriert sich die Methode ausschließlich auf die Haustür, während Einbrecher häufig alternative Einstiegsmöglichkeiten wie ungesicherte Fenster oder Kellerzugänge nutzen. In solchen Fällen läuft der Alufolien-Ansatz völlig ins Leere.

Effektive Schutzmaßnahmen

Die Polizeiliche Kriminalprävention veröffentlicht auf ihrer Webseite stattdessen fundierte Empfehlungen zum Einbruchschutz. Neben technischen Sicherheitslösungen umfassen diese auch einfache, für jedermann umsetzbare Maßnahmen:

– Haustür immer abschließen – selbst bei kurzzeitigem Verlassen
– Sämtliche Türen und Fenster vor dem Weggehen sorgfältig verschließen
Keine Schlüssel in Garten oder auf Terrassen verstecken
– Bei Schlüsselverlust vorsorglich den Schließzylinder austauschen
– Verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei melden
– Informationen über Abwesenheiten nicht öffentlich teilen

Statt Alufolie am Türgriff anzubringen, empfiehlt es sich, diese bewährten Sicherheitsmaßnahmen konsequent in den Alltag zu integrieren.

Zwar bieten auch sie keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbrüchen, erschweren potenziellen Tätern jedoch erheblich den Zugang zum eigenen Wohnraum.

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KO KOSMO-Redaktion
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