Start NEWS POLITIK Schulstart in Wien: „Die Gratis-Ganztagsschule ist ein Meilenstein“
BILDUNGSPOLITIK

Schulstart in Wien: „Die Gratis-Ganztagsschule ist ein Meilenstein“

Ganztagsschulen_Ludwig_Czernohorsky_Himmer
Bürgermeister Michael Ludwig, Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (links) und Bildungsdirektor Heinrich Himmer bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Voin Mihajlović/KOSMO

Mit den Gratis-Ganztagsschulen ist der Stadt Wien ein Meilenstein gelungen.

Bei diesem Punkt waren sich Bürgermeister Michael Ludwig, Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Bildungsdirektor Heinrich Himmer bei der heutigen Pressekonferenz in der Ganztagsvolksschule Novaragasse in Wien-Leopoldstadt einig. So sind ab kommendem Montag, dem 7. September, keine Beiträge für den Besuch von 70 verschränkten Ganztagsschulen zu bezahlen, auch das Mittagessen ist inkludiert.

Eltern sparen 180 Euro pro Monat
Bürgermeister Ludwig betonte, dass mit der Einführung der Gratis-Ganztagsschulen Wiener Familien um 40 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. Pro Monat würden sich Eltern nun 180 Euro für jedes Kind sparen. „Die zusätzlichen Ganztagsschulen sind der neue Bildungscampus Nöstlinger, die Volksschule und Mittelschule Grundäckergasse in Favoriten, die Volksschule Längenfeldgasse in Meidling, die Volksschulen Breitenfurter Straße und Erlaaer Schleife sowie die Volksschule Carlbergergasse in Liesing“, so Ludwig und Czernohorszky. Eine Übersicht der Gratis-Ganztagsschulen in Wien findet man auf der Webseite der Stadt.

Bürgermeister Michael Ludwig und Bildungsdirektor Heinrich Himmer haben bei der Pressekonferenz ein Maßnahmenpaket vorgestellt, welches auch in Zeiten von Corona einen “möglichst normalen Schulbetrieb” absichern soll. Foto: Voin Mihajlović / KOSMO

200 neue Klassen
Ebenso hervorgehoben wurde der Bau neuer Schulen. Insgesamt wurden in ganz Wien 200 neue Klassen geschaffen, zum Beispiel in Wien-Favoriten in der Grundäckergasse, wo gleich zwei neue Schulen, eine Volksschule und eine Mittelschule mit insgesamt 25 Klassen errichtet wurden. „Durch die U1 Verlängerung und viele Wohnbauprojekte steigt der Bedarf an neuen Pflichtschulplätzen in diesem Stadtteil laufend“, weiß Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky.  Darüber hinaus wurden heuer auch viele Schulen saniert: An 50 Standorten wurde – schwerpunktmäßig im Sommer – gearbeitet, davon konnten 19 Schulen fertig saniert werden. Insgesamt investiert die Stadt Wien 2020 über 42 Millionen Euro in die Modernisierung der ihrer Pflichtschulen.

Camps in den Herbstferien
Ebenso als Neuigkeit wurden die geplanten “Herbst-Camps” für SchülerInnen angekündigt. Ab 26. Oktober stehen die Herbstferien an und die Stadt Wien bietet in dieser Zeit den Jugendlichen ein reiches Freizeitprogramm. „Um Eltern zu entlasten und Kindern tolle Erlebnisse zu ermöglichen, setzen wir das Erfolgsmodell der Summer City Camps auch im Herbst in die Tat um und bieten erstmals Herbst-Camps an“, so Jürgen Czernohorszky. Die Anmeldung ist auf www.ferieninwien.at möglich. An den Summer City Camps, die bis Schulbeginn laufen, haben heuer über 7.000 Kinder teilgenommen, davon 2.050 auch an der Lernförderung.

“Möglichst normaler Schulalltag”
Angesichts des Schulstarts in Zeiten der Covid-19-Pandemie, betonte Bildungsdirektor Heinrich Himmer, dass “Kinder einen strukturierten Alltag und die Kontakte zu Gleichaltrigen brauchen”. “Ein normaler Schulbetrieb ist für sie enorm wichtig”, so Himmer. Die Stadt hat für den Schulstart ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, “damit der Schulalltag so sicher wie möglich ablaufen kann”, so Ludwig, Czernohorsky Uund Himmer. So sind alle öffentlichen Pflichtschulen mit umfangreichem Schutzmaterial – Hände- und Flächendesinfektionsmitteln, Mehrwegmasken und Desinfektionsspendern – ausgestattet.

Die “Wiener Herbst Camps” sind das Nachfolgeprojekt der diesjährigen Summer City Camps, an denen heuer über 7.000 Kinder teilgenommen haben, davon 2.050 auch an der Lernförderung. Foto: Voin Mihajlović / KOSMO

Die Stadt habe für die Schulen ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, „damit der Schulalltag so sicher wie möglich ablaufen kann“, so Ludwig, Czernohorszky und Himmer. Das umfasst vor allem die Hygiene: So sind alle öffentlichen Pflichtschulen mit umfangreichem Schutzmaterial – Hände- und Flächendesinfektionsmitteln, Mehrwegmasken und Desinfektionsspendern – ausgestattet. „Der Dank gilt allen PädagogInnen und SchulwartInnen, die den Schulstart mit großem Einsatz vorbereiten, damit alle unter guten Rahmenbedingungen arbeiten können“, so Jürgen Czernohorszky.  

„Mit diesem bildungspolitischen Meilenstein entlasten wir Wiener Familien um 40 Mio Euro pro Jahr“

– Michael Ludwig

Regeln für den Schulalltag
Die Regeln sehen vor, dass in diesen Fällen nur noch jene Person, die Krankheitssymptome aufweist, nicht mehr am Unterricht teilnimmt. Enge Kontaktpersonen, also Kinder der gleichen Klasse oder Gruppe, können weiter unterrichtet oder betreut werden. Dabei darf es jedoch zu keiner Vermischung mit anderen Klassen oder Gruppen kommen. Ist das Ergebnis beim Verdachtsfall positiv, werden die engen Kontaktpersonen für 10 Tage nach dem letzten Kontakt zum infizierten Kind abgesondert.