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Infrastrukturoffensive

Serbien baut Mega-Straße: Belgrad-Užice in 90 Minuten

Serbien baut Mega-Straße: Belgrad-Užice in 90 Minuten
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Serbien baut – und zwar in einem Tempo, das die Region aufhorchen lässt. Ein neues Großprojekt verbindet künftig Städte, Grenzen und Hauptstädte.

Serbien treibt den Ausbau seines Straßennetzes mit Nachdruck voran – und ein neues Projekt steht dabei besonders im Fokus: der Bau eines 14,5 Kilometer langen Schnellstraßenabschnitts zwischen Pozega und Uzice. Die neue Trasse soll Uzice direkt an das Autobahnnetz anbinden und dabei mehrere Ortschaften entlang des Streckenverlaufs erschließen, darunter Gorjane, Zlakusa und Sevojno. Präsident Aleksandar Vucic gab kürzlich offiziell den Startschuss für das Vorhaben und hob vor allem die drastische Verkürzung der Fahrzeiten hervor.

„Wenn Sie eine Schnellstraße bis hierher haben, wird Uzice mit der Autobahn verbunden sein. Von Uzice nach Belgrad wird man dann eineinhalb Stunden brauchen, maximal eine Stunde und 35 Minuten. Das ist eine unglaubliche Sache“, so Vucic.

Regionale Vernetzung

Das Projekt geht jedoch weit über den Abschnitt Pozega–Uzice hinaus. Vorgesehen ist auch der Bau eines Tunnels unter der Kadinjaca, der eine deutlich raschere Verbindung nach Bajina Basta und in die Tara-Region ermöglichen soll. Darüber hinaus sind Verlängerungen der Trasse in Richtung Mackat, Bela Zemlja, zum Grenzübergang Kotroman sowie weiter nach Visegrad geplant.

Vucic skizzierte den Gesamtumfang der Arbeiten: „Gleichzeitig beginnen wir auch hier, rund um den Tunnel unter der Kadinjaca, und verbinden diesen Teil mit Uzice und Bajina Basta. Und dann bleibt uns noch der Teil bei Kremna und von dieser Seite Richtung Tara. Und wie auch immer Sie es drehen – dann auch bis Kotroman und bis Visegrad. Am wichtigsten ist sozusagen die Hauptstraße, die Sie mit Zlatibor verbindet und dann auch mit den Gemeinden südlich von Zlatibor, also südlich von Cajetina, von Nova Varos, Priboj, Prijepolje – aber auch hier, um Uzice anzubinden.“

Die Bedeutung des Vorhabens reicht über die nationale Ebene hinaus. Die Schnellstraße in Richtung Uzice und Visegrad bildet den südlichen Abschnitt einer geplanten Verbindungsachse zwischen Belgrad und Sarajevo – ein strategisches Infrastrukturprojekt, das die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten auf möglicherweise nur eineinhalb Stunden reduzieren könnte und damit auch die Anbindung Serbiens an Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro deutlich verbessern würde.

Serbiens Straßenbilanz

Neben diesem Vorzeigeprojekt präsentierte Bauministerin Aleksandra Sofronijevic eine beeindruckende Gesamtbilanz des serbischen Straßenbaus. Allein in diesem Jahr sollen 133 Kilometer neue Straßen fertiggestellt und dem Verkehr übergeben werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 verfügte Serbien über 596 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen – seither wurden weitere 622 Kilometer neu gebaut.

„Nach Fertigstellung des Morava-Korridors wird der Straßenbau von Adrani über Raska nach Novi Pazar mit Abzweigung nach Jarinje fortgesetzt, während der Donau-Korridor von Golubac über Donji Milanovac bis Brza Palanka mit Abzweigung nach Kladovo weitergeführt wird“, erläuterte die Ministerin. Bis Jahresende sollen unter anderem der Morava-Korridor, der Donau-Korridor, der Fruska-Gora-Korridor, die Umfahrung Valjevo sowie die Autobahn Sremska Raca–Kuzmin abgeschlossen werden.

Für die Schnellstraße „Vozd Karadjordje“ – ein 82,7 Kilometer langer Abschnitt von Cibutkovica nach Orasac und von Mali Pozarevac nach Arandjelovac – laufen laut Sofronijevic derzeit die abschließenden Verhandlungen, der Baubeginn stehe unmittelbar bevor.

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KO KOSMO-Redaktion
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