Neue EU-Regeln, neue Hürden – Serbien hat sich rechtzeitig den Zugang zum europäischen Markt gesichert.
Serbien wurde mit der im Juni veröffentlichten EU-Verordnung in die Liste jener Länder aufgenommen, die die neuen europäischen Vorgaben für den Einsatz bestimmter antimikrobieller Arzneimittel erfüllen. Damit kann das Land die von der Regelung erfassten und zugelassenen lebenden Tiere sowie Produkte tierischen Ursprungs weiterhin in die Europäische Union exportieren. Das serbische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft bestätigte die Aufnahme Mitte Juni.
Glamočićs Einschätzung
Landwirtschaftsminister Dragan Glamočić hob die Tragweite dieser Anerkennung hervor: „Diese Entscheidung ist von direkter Bedeutung für heimische Produzenten und die Lebensmittelindustrie.“ Gleichzeitig betonte er, dass serbische Erzeugerinnen und Erzeuger damit auf Augenhöhe mit internationalen Mitbewerbern agieren könnten: „Unsere Produzenten können gleichberechtigt auf den anspruchsvollsten internationalen Märkten konkurrieren.“
Neue EU-Regelungen
Seit dem 3. September gelten die neuen EU-Anforderungen für bestimmte Tiere und Produkte tierischen Ursprungs aus Drittstaaten. Sie sollen dazu beitragen, antimikrobielle Resistenzen einzudämmen – also die zunehmende Widerstandsfähigkeit von Krankheitserregern gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen. Betroffene Tiere und Produkte dürfen nur aus Ländern oder Gebieten in die EU gelangen, die entsprechende Nachweise und Garantien über die Einhaltung der europäischen Vorgaben erbracht haben und für die jeweilige Produktkategorie zugelassen sind.
Serbien gehört zu mehreren Ländern und Gebieten, die entsprechende Nachweise und Garantien gegenüber der EU erbracht haben. Dazu zählen unter anderem Armenien, Indien, Indonesien, Iran, Kenia, Nigeria, Sri Lanka, Tansania, Tunesien und Uganda.
Mit der Erfüllung dieser Anforderungen hat Serbien eine wesentliche Voraussetzung für den Zugang zum europäischen Markt rechtzeitig geschaffen.