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KRISENGESPRÄCH

Serbische Medien: Serbien und Kosovo bleiben ohne Abkommen

(FOTO: iStock/ Racide, EPA-EFE/MARTIN DIVISEK, VALDRIN XHEMAJ)

Serbien wurde heute Morgen bei einem von der Europäischen Union einberufenen Treffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und dem Premierminister von Pristina, Albin Kurti, eine demütigende Lösung angeboten, berichten serbische Medien.

Die vorgeschlagene Lösung solle vom Brüsseler Abkommen abweichen, wird berichtet.

„Nach allem erwarten uns schwierige und unsichere Tage, insbesondere im Norden des Kosovo und in Metochien“, sagte eine vertraute Quelle den serbischen Medien gegenüber.

Wie Balkan-Medien berichten, wird sich Präsident Vucich öchstwahrscheinlich heute Abend an die Bürger wenden.

Der Leiter der EU-Diplomatie, Josep Borrell, und der EU-Beauftragte für den Dialog zwischen Belgrad und Pristina, Miroslav Lajcak, trafen sich heute Morgen einzeln mit Kurti und dann mit Vucic, gefolgt von einem trilateralen Treffen.

Der Fokus des Treffens lag darauf, einen Weg aus der aktuellen Krise zu finden und jegliche Eskalation und Spannungen vor Ort zu vermeiden, vor allem im Norden des Kosovo und Metochien. Der Schwerpunkt war die Frage der Kennzeichen, so der Europäische Auswärtige Dienst (EAD).

Wir erinnern Sie daran, dass der Antrag von Belgrad darin besteht, die Umsetzung der Entscheidungen von Pristina über die Bestrafung aller, die ihre Fahrzeuge nicht mit RKS-Kennzeichen neu registriert haben, sowie die Gründung der Vereinigung Serbischer Gemeinden (ZSO) zu verschieben.

Pristina hat beschlossen, die Bestrafung für morgen zu verschieben, anstatt heute. Wahrscheinlich in Erwartung des Ergebnisses der heutigen Gespräche. Im Bezug auf die ZSO ist der dortige Premierminister klar und laut dagegen, obwohl die Einigung darüber bereits 2013 im Rahmen des Brüsseler Abkommens erzielt wurde.

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