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Maul- und Klauenseuche

Seuchengefahr aus Ungarn: Österreich mobilisiert Truppen an Grenze (FOTOS)

Seuchengefahr aus Ungarn: Österreich mobilisiert Truppen an Grenze (FOTOS)
FOTO: Facebook/Bundesheer
2 Min. Lesezeit |

Das österreichische Bundesheer kämpft intensiv gegen die Maul- und Klauenseuche an der Grenze zur Slowakei. Hunderte Fahrzeuge wurden bereits dekontaminiert.

Das österreichische Bundesheer ist seit eineinhalb Tagen im intensiven Einsatz, um die Maul- und Klauenseuche, die von Ungarn ausgehend nun die Slowakei erreicht hat, zu bekämpfen. Am Grenzübergang Rajka arbeitet die Spezialeinheit AFDRU, bestehend aus 53 Soldatinnen und Soldaten, unermüdlich daran, die Ausbreitung der Seuche zu verhindern und die österreichischen Viehbestände zu schützen. Bis Freitagmorgen wurden bereits mehr als 700 Fahrzeuge dekontaminiert. Der Einsatz wurde im Rahmen des EU-Zivilschutz-Mechanismus auf Anfrage der Slowakei aktiviert.

Die Ausbreitung der Seuche bedroht die österreichischen Gebiete Nickelsdorf, Zurndorf und Pama, und ein Übergreifen nach Österreich könnte verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Viehbestände haben. Die Operation des Bundesheeres ist auch mit dem aktuellen Ausbruch der Vogelgrippe verknüpft.

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Verteidigungsministerin würdigt Einsatz

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) würdigte die Bemühungen der Soldatinnen und Soldaten als entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Tierseuche. Die Truppen stammen überwiegend aus der Steiermark, unterstützt von Kräften aus Niederösterreich, Wien, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg sowie der Miliz.

Die international erfahrene Einheit setzt alles daran, die hochgefährliche Maul- und Klauenseuche zu stoppen, die als die gefährlichste Tierseuche gilt. Virologe Norbert Nowotny erklärt, dass bereits ein einziges Viruspartikel ausreicht, um eine Infektion auszulösen. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch infizierte Tiere, deren Produkte und Gerätschaften wie Melkmaschinen. Zudem kann das Virus über große Entfernungen durch die Luft verbreitet werden, was die Eindämmung erheblich erschwert. Sicherheitsmaßnahmen sind oft nicht ausreichend.

Auswirkungen auf Tiere

Obwohl die Seuche für Menschen ungefährlich ist, sind Tiere hoch anfällig. Infizierte Tiere zeigen Symptome wie Fieber, Schmerzen, Apathie, Appetitlosigkeit und eine reduzierte Milchproduktion. Bläschen können im Maul, an den Klauen und am Euter auftreten. Rinder, Büffel, Ziegen, Schafe, Schweine und andere Paarhufer wie Hirsche sind betroffen.

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Als Vorsichtsmaßnahme hat der Zoo Schönbrunn eine beliebte Attraktion geschlossen, um die Tiere vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.