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GESUNDHEIT

So sagt ihr der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf an!

Erfolgreich gegen die Frühjahrsmüdigkeit! (FOTO: iStock)

Wenn ihr erschöpft, unkonzentriert, müde und schläfrig seid und immerzu gähnen müsst, und selbst, wenn ihr euch leicht depressiv fühlt, kein Grund zur Panik! Wahrscheinlich ist das nur die klassische Frühjahrsmüdigkeit, die immer am Übergang vom Winter zum Frühling auftritt.

Nach dem langen, kalten Winter muss sich der Organismus erst auf die neuen Witterungsverhältnisse einstellen. Die Veränderung von Temperatur und Luftdruck macht uns empfindlich, und die schweren, kalorienreichen, aber vitamin- und mineralstoffarmen Gerichte, die wir im Winter gegessen haben, haben den Organismus geschwächt. Daher sendet er uns jetzt Warnsignale und fordert eine Umstellung des Speiseplans. Wenn man dazu noch den mehrmonatigen Mangel an körperlicher Bewegung bedenkt, ist es verständlich, dass es uns bei den Symptomen der Frühjahrsmüdigkeit vorkommt, als hätte uns in den ersten Frühlingstagen eine Krankheit befallen. Und jetzt, wo wir aufgrund der Pandemie jede Veränderung einer möglichen Covid-19-Infektion zuschreiben, bekommen wir es natürlich besonders leicht mit der Angst zu tun.

Vergesst aber nicht, dass die Sauerstoffverwertung in den Zellen und im Gewebe aufgrund von Vitamin-C-Mangel verringert ist, was zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann und den Organismus für Krankheiten anfälliger macht. Von Frühlingsmüdigkeit sind beide Geschlechter und alle Altersgruppen, gesunde Menschen und Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen gleichermaßen betroffen. Im Winter sinkt die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon, das für gute Laune zuständig ist, und das ist einer der Gründe, aus denen die ersten Frühlingstage von Lustlosigkeit und Melancholie geprägt sind. Man sollte jedoch die Frühlingsmüdigkeit nicht mit chronischer Müdigkeit verwechseln, die viel länger andauert und zu deren Behandlung ein Arztbesuch angezeigt ist.

Bringt Abwechslung in euren Alltag!
Frühlingsmüdigkeit erfordert keine Behandlung. Sie verschwindet schnell wieder, wenn man in seinem Alltag Platz macht für eine gesunde Ernährung, genügend Flüssigkeit, Bewegung, regelmäßigen Schlaf und Aufenthalte an der frischen Luft. Fachleute empfehlen, Stress zu reduzieren, und Folgendes zu beachten:

– Macht einen Tages- und Wochenplan für körperliche Aktivitäten, aber setzt euren Organismus keinen zu großen Anstrengungen aus. Es sollte eine schrittweise Gewöhnung stattfinden, die keinen Stress auslöst;
– Plant nach dem Sport zehn Minuten zum Dehnen ein, um Verspannungen und zu hohe Milchsäurekonzentrationen zu verhindern;
– Abwechselnd heißes und kaltes Duschen regt den Kreislauf an und ist eine hervorragende Art, den Tag zu beginnen und den Energielevel zu heben;
– Dehydrierung verursacht Müdigkeit, Schlappheit und Kopfschmerzen. Nehmt daher täglich bis zu zwei Liter Flüssigkeit zu euch. Allerdings ist Kaffee keine Flüssigkeit, die zur Hydrierung beiträgt, im Gegenteil! Er ist, ebenso wie viele Tees, ein starkes Diuretikum;
– Durch das Trinken von frisch gepressten Säften und Wasser unterstützt ihr die Entgiftung und Reinigung des Organismus. Beginnt euren Tag vor dem Frühstück mit zwei Gläsern lauwarmen Wassers und ersetzt so die Flüssigkeit, die ihr in der Nacht verloren habt;
– Esst häufigere, kleinere Mahlzeiten aus unterschiedlichem (am besten frischem) Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und Getreidekeimen;
– Passt auf, dass ihr nicht in die Falle der ständigen Nascherei tappt. Zwischen den Mahlzeiten müssen mindestens drei Stunden vergehen, damit die Stoffwechselprozesse nicht gestört werden;
– Führt eurem Organismus Antioxidantien zu. Das bekannte Antioxidans ist Vitamin C, gefolgt von Bioflavonoiden, Beta-Carotin, Vitamin E und den Mineralien Selen, Kupfer und Mangan;
– Nehmt mehr Vitamine der B-Gruppe zu euch, denn sie unterstützen den Stoffwechsel von Kohlenhydraten und Fetten und damit auch die Energieproduktion;
– Atmet mindestens dreimal täglich je zehn Minuten tief ein und aus. Auf diese Weise wird die Sauerstoffaufnahme im Organismus erhöht und das Gefühl von Schläfrigkeit und Müdigkeit lässt nach;
– Geht etwa fünfzehn Minuten pro Tag an die Sonne und ersetzt das Vitamin D, das ihr über den Winter verloren habt! Es ist nicht nur antikanzerogen, sondern stärkt auch das Immunsystem ganz hervorragend.

Und zu guter Letzt…
…müssen wir betonen, dass Frühlingsmüdigkeit keine Krankheit ist, aber unsere Lebensqualität beeinträchtigen kann und uns im Alltag schlechter funktionieren lässt. Der Wechsel der Jahreszeiten beeinträchtigt vor allem Personen mit erhöhtem Blutdruck und Herzproblemen. Daher werden diesen Menschen besondere Vorsicht und regelmäßige ärztliche Kontrollen empfohlen. Wenn die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit über mehr als einen Monat andauern, wendet euch an einen Arzt und lasst eure Blutwerte überprüfen, denn die Beschwerden könnten auch auf einem Eisen- und Folsäuremangel beruhen.