Gerüchte um eine Erkrankung von Schlagerstar Kemal Malovcic beunruhigen die Fans. KOSMO und Balkan Stories haben mit dem Sänger gesprochen, wie es wirklich um ihn steht.

Schwer krank soll der beliebte bosnische Sänger sein, berichten Boulevardmedien im ehemaligen Jugoslawien. Kemal Malovcic habe alle Konzerte abgesagt.
„Blödsinn“, sagt Kemal Malovcic im Gespräch mit KOSMO und Balkan Stories. „Ich bin gesund“. Er wirkt leicht genervt von den Gerüchten. „Ich war im August auf Tournee in Bosnien, mit sehr vielen Auftritten. Es war sehr heiß, und am Ende war ich erschöpft. Da hab ich ein Konzert in Sarajevo und eines in Srebrenica abgesagt“, erklärt der 78-Jährige den Ausgangspunkt der Gerüchte um seinen Gesundheitszustand.
Das Telefon klingelt. Ein Fan aus Bosnien erkundigt sich bei Kemal, wie es ihm geht. „Alles in Ordnung, mach dir keine Sorgen“, sagt Kemal. Kaum ist der Anruf vorbei, läutet es wieder. Diesmal eine Nummer mit deutscher Vorwahl.
„So ist das mit den elektronischen Medien. Jeder kann schreiben, was er will. Ob es stimmt oder nicht, ist egal“, sagt uns Kemal. „Warum haben die nicht bei mir nachgefragt, was los ist?“
Ganz neu sind falsche oder bösartige Gerüchte für den Schlagerstar nicht. Fast 60 Jahre dauert die Karriere des aus Sanski Most stammenden Sängers. Den großen Durchbruch hatte er in den 1980-ern mit Južni Vetar und dem Album Okreće se kolo sreće. Der Bosnien-Krieg beendete die Zusammenarbeit mit der aus Serbien stammenden Band. Seitdem konzentriert sich Kemal auf seine Solokarriere.
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„Immer wieder haben Medien geschrieben, dass ich schwer krank bin. Ein- oder zweimal ist sogar berichtet worden, dass ich tot bin“, sagt der Sänger. Das waren ganz offensichtliche Zeitungsenten. So wie die jüngsten Berichte um eine angeblich schwere Erkrankung. „Ich hab noch einige Auftritte in nächster Zeit. Die werd ich auch wahrnehmen“, sagt der Schlagerstar.
Balkan Stories, Christoph Baumgarten
Christoph Baumgarten ist Journalist und Balkanreisender aus Leidenschaft. Seit 2015 verbindet er beide Leidenschaften auf seinem Blog Balkan Stories. Dort versucht er, Geschichten zu erzählen, für die es in größeren Medien meist keinen Platz gibt und stellt die Menschen in den Mittelpunkt.
Mehr von Christoph könnt ihr unter balkanstories.net nachlesen.