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Spektakuläres Bauprojekt: Kroatien plant Mega-Brücke über das Meer

Spektakuläres Bauprojekt: Kroatien plant Mega-Brücke über das Meer
FOTO: Studio 3LHD
3 Min. Lesezeit |

Split kämpft seit Jahren mit Verkehrskollaps im Sommer. Nun rückt eine spektakuläre Lösung über das Meer näher.

Wer in den Sommermonaten versucht hat, von der Autobahn ins Zentrum von Split zu gelangen, weiß, was Verkehrschaos bedeutet: Die Zufahrten zur zweitgrößten Stadt Kroatiens sind zu Stoßzeiten regelmäßig hoffnungslos überlastet. Abhilfe soll nun ein lang diskutiertes Infrastrukturprojekt schaffen. Die staatliche Straßengesellschaft Hrvatske ceste hat eine wegweisende Entscheidung getroffen: Das Design der neuen Brücke, die die Bucht von Kastela überspannen soll, steht fest. Den Zuschlag erhielt der Entwurf der Fakultät für Bauwesen in Zagreb – damit nimmt das Projekt „Novi ulaz u Split“, der sogenannte neue Eingang nach Split, konkrete Formen an.

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Brücke über Kastela

Die geplante Brücke wird den Stadtteil Stinice in Split direkt mit Kastel Sucurac verbinden und dabei eine Länge von rund 1.500 Metern erreichen – womit sie zu den längsten Bauwerken des Landes zählen würde. Mit einer Höhe von etwa 55 Metern über dem Meeresspiegel bleibt der Schiffsverkehr zum Hafen von Nord-Split sowie zum Vranjic-Becken ungehindert passierbar.

Das Bauwerk bildet das Kernstück eines umfassenderen Verkehrskonzepts: Eine neue Route soll den Verkehr von der Autobahn A1 – Abfahrt Vucevica – durch einen Tunnel im Kozjak-Gebirge und anschließend über die Brücke direkt ins Stadtzentrum führen. Die chronisch belastete Küstenstraße durch die sieben Kastela-Gemeinden würde dadurch spürbar entlastet. Davon profitieren nicht nur Pendler, sondern auch Touristen auf dem Weg zu den Fähren nach Brac, Hvar oder Vis – und nicht zuletzt die Wirtschaft: Die Anbindung des Hinterlandes sowie der Industriezonen in Nord-Split soll sich durch das Projekt erheblich verbessern.

Schlankes Design

Anders als die Peljesas-Brücke, die mit ihren markanten Pylonen und Hängeseilen das Landschaftsbild prägt, setzt der ausgewählte Entwurf auf eine schlanke Spannbetonkonstruktion in Balkenbauweise. Die Jury begründete die Wahl damit, dass sich dieses Design besonders sensibel in die umgebende Landschaft einfüge. Angesichts der eindrucksvollen Kulisse – mit den Gebirgen Kozjak und Mosor im Hintergrund sowie den historischen Stadtbildern von Split und Kastela – war es erklärtes Ziel, die Sichtachsen zu schonen und gleichzeitig eine zeitgemäße, elegante Linienführung zu erzielen.

Mit der Designentscheidung ist jedoch erst eine von mehreren Etappen genommen. Es folgen nun die detaillierte Ausführungsplanung, die Einholung ausstehender Baugenehmigungen sowie schließlich die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten. Die geschätzten Baukosten für das Projekt „Neuer Eingang nach Split“ betragen 223 Millionen Euro.

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KO KOSMO-Redaktion
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