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Spritpreise per Mail: So schnell findest du jetzt die billigste Tankstelle

Spritpreise per Mail: So schnell findest du jetzt die billigste Tankstelle
FOTO: iStock/BrianAJackson
4 Min. Lesezeit |

Tanken in Österreich wird günstiger – und jetzt auch smarter: Ein neues Tool liefert die besten Spritpreise direkt ins Postfach.

Österreichs Spritpreise liegen derzeit je nach Kraftstoffsorte zwischen acht und zwölf Prozent unter dem Durchschnitt der Eurozone – das geht aus dem aktuellen Bericht der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Laut ÖAMTC-Median lag der österreichweite Spritpreis Ende Mai bei 1,859 Euro pro Liter Diesel und 1,769 Euro pro Liter Super, während die durchschnittlichen Preise im Euroraum zu diesem Zeitpunkt bei rund 2,05 Euro (Diesel) und rund 1,95 Euro (Super) pro Liter lagen. Gleichzeitig wurde der Spritpreisrechner unter www.spritpreisrechner.at um eine Abonnementfunktion erweitert, die es Autofahrern ermöglicht, aktuelle Preisinformationen für Diesel und Super automatisch per E-Mail zu erhalten.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer kommentierte die Entwicklung wie folgt: „Mit dem neuen Spritpreis-Service wird der Preisvergleich einfacher als je zuvor: Autofahrerinnen und Autofahrer sehen künftig rasch, wo es in ihrer Nähe günstiger ist – und können sich die besten Preise zur Wunschzeit automatisch zuschicken lassen. Das ist Transparenzpolitik mit direktem Nutzen im Alltag: Wir stärken die Konsumenten, erhöhen den Wettbewerb am Tankstellenmarkt und sorgen dafür, dass Preisvorteile sichtbar werden und informierte Kaufentscheidungen getroffen werden können.“

Seit dem Start der Plattform im Jahr 2011 haben österreichische Autofahrer die Website www.spritpreisrechner.at mehr als 55 Millionen Mal aufgerufen, um günstige Tankstellen in ihrer Umgebung zu finden. Hinzu kommen die digitalen Angebote von ÖAMTC und ARBÖ, die ebenfalls auf die Preistransparenzdatenbank zurückgreifen, welche die E-Control im Auftrag des Wirtschaftsministeriums betreibt. Zusammengenommen verzeichnen diese Dienste derzeit täglich durchschnittlich mehr als 20.000 Nutzer, die von der gesetzlichen Preismeldepflicht für Tankstellen profitieren.

Neues Abo-Service

Die Nutzung des neuen Abonnementdienstes ist unkompliziert: Auf www.spritpreisrechner.at genügt ein Klick auf die Schaltfläche „Spritpreise per E-Mail“, anschließend werden die eigene E-Mail-Adresse sowie die gewünschten Inhalte und Versandzeiten eingetragen und gespeichert. Unmittelbar darauf trifft eine Bestätigungs-E-Mail ein, deren Verifizierungslink zur Aktivierung des Abonnements angeklickt werden muss – ein sogenanntes Double-Opt-In-Verfahren (zweistufige E-Mail-Bestätigung).

Zur Auswahl stehen die Kraftstoffe Diesel, Super (E10) und CNG (Erdgas), wobei auch mehrere Sorten gleichzeitig abonniert werden können. Der automatische Versand lässt sich für einzelne oder alle Wochentage einrichten, mit bis zu fünf verschiedenen Tageszeiten. Wie in der Webanwendung des Spritpreisrechners können entweder die fünf günstigsten Tankstellen in frei wählbaren Bezirken oder jene fünf, die einem selbst eingegebenen Standort am nächsten liegen, per E-Mail zugestellt werden – bis zu fünf verschiedene Standorte sind dabei möglich.

Änderungen an Versandzeiten oder Standorten lassen sich jederzeit über einen Link in der letzten zugesandten E-Mail vornehmen; auf demselben Weg kann das Abonnement auch vollständig beendet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Medianpreise für ganz Österreich, einzelne Bundesländer oder bestimmte Bezirke zu abonnieren.

Margenbegrenzung wirkt

Der zweite Bericht der E-Control zur Wirkung der sogenannten VO-Margenreduktion bestätigt, dass die Margenbegrenzung greift und die Preissenkungen tatsächlich bei den Autofahrern ankommen. Vor allem bei den großen Tankstellenketten wird die Vorgabe laut Bericht inzwischen zeitnah und stabil eingehalten. Im Schnitt wurde die vorgeschriebene Margenreduktion sogar leicht übertroffen – insbesondere zu Beginn des Monats Mai, was auf verzögerte Effekte der Mineralölsteueranpassung zurückzuführen ist.

Der Bericht macht zudem Unterschiede zwischen großen Tankstellenketten und kleineren, von der Verordnung nicht erfassten Anbietern – der sogenannten Gruppe 3 – sichtbar: Bei Superbenzin können kleinere Tankstellen preislich weiterhin mit den großen Ketten mithalten, während sie bei Diesel zunehmend unter Wettbewerbsdruck geraten und derzeit die teuerste Gruppe darstellen. Auch im Handel bewegen sich die Margen laut Bericht überwiegend im niedrigen einstelligen Cent-Bereich; vereinzelt treten durch die Begrenzung sogar leicht negative Margen auf.

Die Preistransparenzdatenbank sowie die Verbraucherwebsite www.spritpreisrechner.at gehen auf eine Initiative des Wirtschaftsministeriums zurück, die Ende 2011 ins Leben gerufen wurde. Rechtliche Grundlage bilden das Preistransparenzgesetz und die Preistransparenzverordnung. Seither sind alle Tankstellen in Österreich, die Diesel oder Superkraftstoff öffentlich anbieten, verpflichtet, Preisänderungen unverzüglich und selbständig in die Datenbank zu melden.

Aktuell sind dort rund 3.000 Tankstellen für Diesel und etwa 2.800 für Superkraftstoff registriert. Täglich gehen im Schnitt rund 17.000 Preismeldungen ein – das entspricht knapp sechs Meldungen je Tankstelle.

Auf der Website www.spritpreisrechner.at können Nutzer zu einem eingegebenen Standort die zehn nächstgelegenen Tankstellen anzeigen lassen, darunter die fünf günstigsten mit ihren aktuellen Preisen. Abfragen lassen sich seit jeher als Favoriten im Browser speichern.

Ergänzend weist die Website für jeden Bezirk die jeweils fünf günstigsten Tankstellen je Kraftstoffsorte aus sowie die zehn günstigsten je Bundesland.

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KO KOSMO-Redaktion
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