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Einbürgerungsrekord

Staatsbürgerschaften steigen um 17 Prozent: Syrer größte Gruppe

Staatsbürgerschaften steigen um 17 Prozent: Syrer größte Gruppe
Symbolbild Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Österreich hat in der ersten Jahreshälfte 2026 deutlich mehr Menschen eingebürgert – mit einem Bundesland als auffälliger Ausreißer.

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ist die Zahl der Einbürgerungen in Österreich im laufenden Jahr um 17 Prozent gestiegen. Wie die Statistik Austria am Mittwoch bekannt gab, haben seit Jahresbeginn 13.700 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Gruppe der Ehepartnerinnen, Ehepartner und Kinder – hier betrug der Anstieg 55 Prozent.

Laut der fachstatistischen Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, erfüllten die meisten der neu Eingebürgerten die Voraussetzungen aufgrund eines langjährigen Wohnsitzes in Österreich, nachgewiesener Deutschkenntnisse und einer nachhaltigen Integration.

NS-Opfer eingebürgert

Zwischen Jänner und Juni 2026 wurden außerdem vier politisch Verfolgte des Nationalsozialismus sowie 3.923 Nachkommen von NS-Opfern eingebürgert. Von dieser Gruppe lebt jedoch die überwiegende Mehrheit im Ausland – lediglich zwölf Personen haben ihren Wohnsitz in Österreich. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ging die Zahl der Einbürgerungen in dieser Kategorie um zehn Prozent zurück.

Die meisten Personen aus diesem Personenkreis kamen aus Israel (1.880), gefolgt von den USA (1.233) und Großbritannien (425).

Von den insgesamt Eingebürgerten wohnen 9.750 im Inland. Den größten Anteil stellen laut Statistik Austria Personen syrischer Herkunft mit 2.319 Eingebürgerten. Es folgen Staatsangehörige der Türkei (1.058), Afghanistans (968), des Iran (433) sowie Bosnien-Herzegowinas (407).

Knapp die Hälfte der bisher im Jahr 2026 eingebürgerten Personen waren Frauen, ihr Anteil liegt bei 49 Prozent. Rund ein Drittel der Neubürgerinnen und Neubürger war zum Zeitpunkt der Einbürgerung minderjährig (32 Prozent), und mehr als ein Fünftel – konkret 22 Prozent – wurde bereits in Österreich geboren.

Bundesländer im Vergleich

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt ein differenziertes Bild: Während der allgemeine Trend nach oben zeigt, bildet Oberösterreich die einzige Ausnahme. Dort sank die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent. Den deutlichsten relativen Zuwachs verzeichnete Kärnten mit einem Plus von 93 Prozent.

Für Einbürgerungsverfahren sind in Österreich die Landesregierungen zuständig – zuständig ist jenes Bundesland, in dem die antragstellende Person ihren Hauptwohnsitz hat. Dies erklärt die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Bundesländern.

Dahinter reihten sich Wien mit 60 Prozent, Niederösterreich mit 45 Prozent und Vorarlberg mit 36 Prozent ein.

In absoluten Zahlen entfielen auf Wien 3.333 Einbürgerungen, auf Niederösterreich 1.871, auf die Steiermark 1.193, auf Oberösterreich 1.028, auf Tirol 725, auf Vorarlberg 648, auf Kärnten 418, auf Salzburg 353 und auf das Burgenland 181.

Zu den weiteren Einbürgerungsgründen zählten die Eheschließung mit einer österreichischen Staatsbürgerin oder einem österreichischen Staatsbürger, ein langjähriger Wohnsitz im Bundesgebiet sowie außerordentliche Leistungen im Staatsinteresse.

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KO KOSMO-Redaktion
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