Stundenlange Wartezeiten und nasse Straßen: An serbischen Grenzübergängen brauchen Reisende derzeit starke Nerven und ausreichend Zeitpuffer.
An den serbischen Grenzübergängen müssen Reisende derzeit mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Besonders betroffen ist der Übergang Kelebija, wo Autofahrer bei der Ausreise aktuell zwei Stunden Wartezeit einplanen müssen. Busreisende kommen mit einer Stunde Wartezeit etwas schneller voran.
Auch am Grenzübergang Horgos staut es sich: Sowohl für Pkw als auch für Busse beträgt die Wartezeit bei der Ausreise derzeit eineinhalb Stunden. An allen anderen Grenzübergängen läuft der Verkehr hingegen ohne nennenswerte Verzögerungen. Auch an den Mautstellen gibt es aktuell keine Wartezeiten.
Die serbische Grenzpolizei und der Automobilclub AMSS führen die langen Wartezeiten hauptsächlich auf das stark erhöhte Reiseaufkommen während der Sommerferien zurück. Besonders Gastarbeiter aus Westeuropa sorgen für überfüllte Grenzstellen. Zusätzlich verzögern verstärkte Grenzkontrollen die Abfertigung erheblich.
Ausweichrouten und Reisetipps
Reisenden wird empfohlen, auf weniger frequentierte Grenzübergänge wie Gostun auszuweichen oder Stoßzeiten am Wochenende und in den Abendstunden zu meiden. In den frühen Morgenstunden unter der Woche ist die Belastung meist geringer.
Seit dem Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum 2023 kommt es an der Grenze zu Serbien als EU-Außengrenze zu intensiveren Kontrollen. Der kroatische Automobilclub HAK meldete zuletzt Staus von bis zu 9,8 Kilometern Länge und mehrstündige Wartezeiten, insbesondere an stark frequentierten Übergängen wie Bajakovo.
Erschwerte Fahrbedingungen
Der serbische Automobilclub AMSS warnt zusätzlich vor schwierigen Straßenverhältnissen. Am Vormittag könne leichter Regen stellenweise zu nassen Fahrbahnen führen. Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, ihre Fahrweise dem erhöhten Verkehrsaufkommen und den wechselnden Straßenbedingungen anzupassen.