Ein Sturm trifft Neu-Delhis Flughafen – und verwandelt Bodengeräte in unkontrollierte Geschosse. Drei Maschinen tragen die Folgen.
Ein heftiger Sturm hat am Sonntagnachmittag am Indira Gandhi International Airport in Neu-Delhi drei Maschinen der Fluggesellschaft Air India beschädigt. Gegen 16:40 Uhr Ortszeit fegten starke Windböen über das Vorfeld des Terminal 2 und rissen dabei Bodengeräte los, die in der Folge gegen die geparkten Schmalrumpfflugzeuge schlugen. Eines der drei Flugzeuge trug dabei so schwere Schäden davon, dass eine aufwendige Reparatur notwendig sein dürfte.
Wie CNN-News18 unter Berufung auf mit dem Vorfall vertraute Kreise berichtete, standen die Maschinen zum Zeitpunkt des Sturms bewegungslos am Gate, als die Windstöße das Vorfeld erfassten und das Bodengerät in Bewegung versetzten. Über das genaue Ausmaß der Schäden machten die Verantwortlichen offiziell keine Angaben. Alle drei betroffenen Flugzeuge wurden umgehend aus dem Betrieb genommen und zur eingehenden technischen Überprüfung freigegeben.
Fehlende Warnungen
Der Vorfall wirft nun auch die Frage auf, ob die zuständigen Stellen rechtzeitig vor der Wetterverschlechterung gewarnt wurden. Aus informierten Kreisen verlautete, dass weder Air India noch der Flughafenbetreiber im Vorfeld eine entsprechende Warnung durch die Flugsicherung erhalten hätten. Sollte sich das bestätigen, könnte das Ausbleiben einer rechtzeitigen Meldung zum Dreh- und Angelpunkt einer behördlichen Untersuchung werden. Die indische Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA) dürfte den Hergang des Vorfalls einer genauen Prüfung unterziehen.
Weitere Schäden möglich
Hinweise deuten darauf hin, dass neben Air India möglicherweise auch Flugzeuge anderer Airlines von den Sturmschäden betroffen sein könnten – eine offizielle Bestätigung dazu steht jedoch noch aus.
Der aktuelle Vorfall ist nicht der erste seiner Art am Indira-Gandhi-Flughafen: Am 28. Juni 2024 sind nach heftigen Monsunregenfällen Teile eines Vordachs am Flughafen eingestürzt, wobei eine Person getötet und mehrere weitere verletzt wurden. Infolge des Teileinsturzes wurden alle Abflüge von dem betroffenen Terminal vorübergehend ausgesetzt.
Bei aufkommendem Sturm liegt die Verantwortung für die Sicherheit am Boden sowohl beim Flughafenbetreiber als auch bei den Fluggesellschaften. Bodengeräte – von Gangways über Gepäckwagen bis hin zu Servicefahrzeugen – müssen bei drohenden Unwettern gesichert werden, um genau solche Kollisionen zu verhindern.