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Eskalation

Tankstellen-Terror in Favoriten: 30-Jähriger mit Küchenmesser festgenommen

Tankstellen-Terror in Favoriten: 30-Jähriger mit Küchenmesser festgenommen
FOTO: LPD Wien
2 Min. Lesezeit |

Mit einem Küchenmesser bewaffnet jagte ein 30-Jähriger mehrere junge Männer über das Gelände einer Wiener Tankstelle – ausgerechnet dort, wo erst kürzlich ein tödlicher Angriff stattfand.

In der Nacht zum Sonntag eskalierte eine Situation an einer Tankstelle in der Grenzackerstraße in Wien-Favoriten. Gegen vier Uhr morgens bedrohte ein 30-jähriger Mann eine Gruppe junger Österreicher mit arabischem Migrationshintergrund im Alter zwischen 16 und 20 Jahren mit einem großen schwarzen Küchenmesser und jagte sie über das Tankstellengelände. Die jungen Männer hatten zuvor mitgehört, wie der Angreifer am Telefon die Worte „Den nächste steche ich ab“ äußerte, bevor er plötzlich auf sie zustürmte.

In ihrer Panik ließen die Bedrohten ihr Fahrzeug an der Zapfsäule zurück und flüchteten. Um sich in Sicherheit zu bringen, überwanden sie einen Zaun und stoppten einen vorbeifahrenden Wagen, dessen Fahrer ihnen half, dem Angreifer zu entkommen. Anschließend verständigten sie die Polizei.

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Festnahme vor Ort

Einsatzkräfte des Stadtpolizeikommandos Favoriten trafen kurz darauf am Tatort ein und konnten den Verdächtigen noch vor Ort festnehmen. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten das Tatmesser in seinem Rucksack und stellten es sicher. Der 30-Jährige wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung angezeigt und verblieb in Polizeigewahrsam.

Täter leugnet Absicht

Gegenüber den Beamten behauptete er, das Messer gehöre einem Freund und er habe es nur zur Selbstverteidigung bei sich gehabt. Den Vorfall selbst bezeichnete er als „Missverständnis“.

Bemerkenswert ist, dass sich der Vorfall an derselben Tankstelle ereignete, an der erst vor zwei Monaten ein 21-jähriger Pakistani einen Mann aus Bangladesch tödlich verprügelt hatte.

Kein Zusammenhang mit früherem Vorfall

Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei von einer spontanen Eskalation ohne vorherige Beziehung zwischen dem Täter und seinen Opfern aus. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff an derselben Tankstelle vor zwei Monaten liegen laut Polizeiangaben nicht vor. Die betroffenen jungen Männer beschrieben bei ihrer Einvernahme, wie sie die Drohung des Mannes am Telefon hörten, bevor er völlig unvermittelt mit dem Messer auf sie losging.

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KO KOSMO-Redaktion
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