Ein 67-jähriger Mann hat in der niederösterreichischen Stadt Traiskirchen nach einem Streit einen 56-Jährigen mit einer Langwaffe erschossen und eine 26-jährige Frau schwer verletzt. Das männliche Opfer wurde leblos auf seinem Betriebsgelände aufgefunden, während Reanimationsversuche erfolglos blieben. Die verletzte Frau musste per Notarzthubschrauber in ein Wiener Krankenhaus transportiert werden.
Der mutmaßliche Schütze, Josef P., flüchtete nach der Tat mit seinem Fahrzeug und nahm sich anschließend in einem nahegelegenen Weingarten das Leben. P. war den Behörden bereits bekannt – er hatte früher ein Bordell im südlichen Niederösterreich betrieben und stand zuletzt vor dem Landesgericht Wiener Neustadt. Zum Tatzeitpunkt verbüßte er eine Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt, aus der er Ende des Jahres regulär entlassen worden wäre.
Kriminelle Vorgeschichte
Der Tatverdächtige war in der Vergangenheit mehrfach im Zusammenhang mit Rotlicht- und Drogendelikten aufgefallen und hatte bereits mehrere Gefängnisaufenthalte hinter sich. Zwischen den Beteiligten bestand offenbar eine Vorbeziehung – bei der schwerverletzten 26-Jährigen soll es sich um die Ex-Partnerin des Schützen handeln.
Polizeisprecher Johann Baumschlager bestätigte, dass sich der Tatverdächtige zum Tatzeitpunkt auf Hafturlaub befand. Trotz eines bestehenden Waffenverbots hatte er Zugang zu der Tatwaffe, die er illegal besessen haben muss.
Laufende Ermittlungen
Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen, wobei das genaue Tatmotiv noch unklar ist. Die Gewalttat löste einen Großeinsatz aus, und ein Notfall-Seelsorge-Team wurde zur Betreuung vor Ort eingesetzt.
Trotz eines bestehenden Waffenverbots hatte er Zugang zu der Tatwaffe, die er illegal besessen haben muss.
📍 Ort des Geschehens