Die Wirtschaftskrise im Iran entfacht eine Protestwelle mit tödlichem Ausgang. Was als Demonstration gegen Armut begann, entwickelt sich zur Systemkritik.
Bei den anhaltenden Unruhen im Iran sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich sowohl Zivilpersonen als auch Angehörige der Sicherheitskräfte, wie ein Vertreter der iranischen Behörden am Dienstag gegenüber Reuters erklärte. Für die Todesfälle machte der Sprecher „Terroristen“ verantwortlich.
Wirtschaftliche Auslöser
Die Protestwelle, die das Land seit dem 28. Dezember erfasst hat, nahm ihren Ausgang in der zunehmend prekären Wirtschaftslage. Was als Demonstration gegen ökonomische Missstände begann, weitete sich rasch zu einer grundsätzlichen Infragestellung des politischen Systems aus.
Mittlerweile fordern viele Demonstranten offen den Sturz der Führung der Islamischen Republik.
⇢ Öl-Poker statt Drogenkrieg: Trumps wahre Motive im Konflikt mit Venezuela