Ein merkwürdiges Geräusch, dann ein Knall: In Brand-Nagelberg stürzte ein Segelflieger mitten im Wohngebiet ab. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät.
In Brand-Nagelberg in Niederösterreich kam es zu einem tragischen Unglück, als ein Segelflieger mitten in einem Wohngebiet abstürzte. Die tschechische Maschine fiel gegen 14 Uhr aus noch ungeklärter Ursache vom Himmel. Während die Anwohner unverletzt blieben, kam für den Piloten jede Hilfe zu spät. Die Identität des verunglückten Fliegers muss von den Behörden noch festgestellt werden.
Die Einsatzkräfte waren rasch an der Unfallstelle. Neben Feuerwehr, Rettung und Polizei wurde auch ein Entminungsdienst angefordert, da der mit einer Sprengkapsel ausgestattete Rettungsschirm des Flugzeugs nicht ausgelöst hatte. Aus Sicherheitsgründen mussten die Helfer zunächst Abstand halten und richteten eine 70-Meter-Sperrzone um das Wrack ein. Der Einsatz dauerte zu diesem Zeitpunkt noch an.
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Augenzeugenbericht
Gemeinderat Stefan Möslinger, der nur 250 Meter vom Unglücksort entfernt wohnt, schilderte der „Krone“ seine Eindrücke. „Wir sind auf der Terrasse gesessen, als wir ein ganz merkwürdiges Geräusch gehört haben. Es klang wie die Plane von einem Lkw im Wind.“ Als er mit seiner Frau zur Straße eilte, erblickte er das Flugzeug, das in nur 25 Meter Höhe über die Häuser flog. In diesem Moment dachte er nur: „Hoffentlich passiert da nichts.“
Kurz darauf, als das Flugzeug bereits aus seinem Blickfeld verschwunden war, vernahm er einen lauten Knall. Seine Frau alarmierte sofort den Notruf, während auch Nachbarn zur Unfallstelle eilten. Möslinger betonte gegenüber der „Krone“, dass die Anwohner großes Glück hatten.
„Es ist ein Riesenglück, dass hier nicht mehr passiert ist. Ich glaube, ein Gartenzaun wurde etwas beschädigt, sonst dürfte sich der Sachschaden in Grenzen halten.“