Start NEWS Chronik Tragisches Schicksal: „Rocky“ verlor Auge nach Aufenthalt in Hundepension (FOTOS)
WIEN/NÖ

Tragisches Schicksal: „Rocky“ verlor Auge nach Aufenthalt in Hundepension (FOTOS)

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(FOTO: zVg)

Eine Familie aus Wien brachte ihren Hund „Rocky“ in einer Hundepension in Niederösterreich unter – jetzt ist der einjährige Shin Tzu schwer verletzt. Der Besitzer der Tierpension gibt seine „völlig falsche Handlung“ zu – und hofft nun, sich mit Familie A einigen zu können.

Während einer Geschäftsreise wollte die Unternehmerfamilie A. ihren einjährigen Hund Rocky in eine Hundepension geben. Rocky war „auf Empfehlung von Freunden“ neun Tage lang in der Traiskirchnner Hundepension. Nach ihrer Rückkehr hat die Familie A. den Geschäftsführer, Hans-Peter Nemetz, kontaktiert, um herauszufinden, wie es Rocky ginge. Der Hundepensionbetreiber meinte, dass es ihm gut gehe, jedoch habe er eine leichte Augeninfektion.

Familie A hat sich dabei nichts gedacht. Als sie ihren Shin Tzu abholten, konnten sie ihren Augen nicht trauen, in welchem Zustand sie den Hund aufgefunden haben.

„Er hatte einen zwei Zentimeter Gatschklumpen auf seinem Genitalbereich. Ich habe es vor dem Besitzer gereinigt und bemerkt, dass die Stelle entzündet war und diese auch blutete.“, erzählt Frau A.  Außerdem hatte Rocky offenbar eine schwere Verletzung im Auge erlitten, welche aber einige Tage unbemerkt und daher auch unbehandelt geblieben ist. Ein bleibender schwerer Schaden ist entstanden, weil es zu einer Augenamputation gekommen ist.

Eine durch Familie A. nach Abholung eingeleitete tierärztliche Untersuchung ergab, dass Rockys Auge bereits vor etwa fünf Tagen verletzt worden war, sowie, dass diese Verletzung im Auge offensichtlich ist (5mm große weiße Beule im Auge). Dennoch gibt der Hundepension-Besitzer an, die Verletzung erst ein Tag vor der Abholung bemerkt und gepflegt zu haben.  

Des Weiteren bestätigten die Tier-Augenspezialisten, dass die „Pflege“ medizinisch völlig falsch war und den Schaden nur verschlimmerte. Herr Nemetz hat das Auge nämlich mit Kamillentee gereinigt und damit noch mehr Keime in das verletzte Auge eingetragen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, als er das Auge mit Kamillentee behandelte, muss aber dem Hundepension-Besitzer aufgefallen sein, dass hier eine schwere Verletzung vorlag: Dennoch wurde nichts unternommen und nach seiner Angabe nach keinen Tierarzt verständigt.

Dieser Fehler ist für die Familie A. einfach unverzeihlich und deswegen gehen sie mit ihrem Anwalt gegen die Hundepension vor. Frau A. möchte verhindern, dass Herr Nemetz weitere Hunde dadurch gefährdet. Wäre noch mehr Zeit verstrichen, hätte es für den kleinen Hund sogar tödlich enden können.

„Es tut mir schrecklich leid. Der Hund hat sich wahrscheinlich am Mittwoch verletzt und ich habe es erst am Freitag bemerkt, weil er lauter Haare vor den Augen hat. Ich habe die Infektion dramatisch unterschätzt. Es ist mein Fehler und ich übernehme die Verantwortung.“, bedauert der traurige Betreiber Klaus-Peter Nemetz. Wie sich der Hund verletzt haben könnte, ist ihm bis heute nicht klar.

Der 65-Jährige hat die Pension im Frühling 2019 eröffnet. Rocky war damals der einzige Gast in der Hundepension. Der Besitzer hat versucht das Auge mit Kamillentee zu desinfizieren, anstatt gleich einen Tierarzt zu rufen. Obwohl Nemetz die volle Verantwortung übernimmt, kann er seine Hundepension nicht zusperren, weil er davon lebt. Der Betreiber wollte entgegenkommen und bot der Unternehmerfamilie an, dass er caritativ helfen würde. „Die Familie darf sich aussuchen wo meine Spende hingehen darf. Ich möchte ihnen so mein Bedauern zeigen, indem ich durch was Schlimmes, was Gutes getan habe.“

Angebot-Nicht akzeptabel?
„Er muss zusperren. Er ist nicht in der Lage. Wenn er ein Auge mit Kamillentee behandelt, zeigt es mir, dass er sich überhaupt nicht auskennt mit Tieren. Ich will nicht, dass die anderen Hunde auch leiden müssen! Dafür gibt es für mich diese Alternative nicht, dass er dieses Hotel weiterhin betreibt. Ich habe ihm auch angeboten, die Hundepension abzulösen.“, so die Frau A. Das Angebot habe er abgelehnt. Nun sind wohl die Rechtsanwälte am Zug.

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