Ein Fauxpas in einer Chatgruppe hochrangiger US-Regierungsvertreter löst einen Eklat aus. Trump schießt scharf gegen die EU, während die Demokraten Konsequenzen fordern.
In einer brisanten Entwicklung hat US-Präsident Donald Trump erneut für Aufsehen gesorgt, indem er die Europäer während einer Diskussion über eine Sicherheitspanne in einer Chatgruppe hochrangiger Regierungsvertreter scharf kritisierte. Diese Gruppe, die sich Mitte März über mögliche Angriffe auf die Houthi im Roten Meer austauschte, geriet ins Visier, nachdem ein Journalist versehentlich hinzugefügt wurde.
Die Diskussion drehte sich um die Angriffe der Islamisten auf Handelsschiffe, wobei die europäischen Verbündeten der USA stark kritisiert wurden. Ein Teilnehmer, der sich als JD Vance ausgab, äußerte seine Ablehnung gegenüber den Angriffen, da sie seiner Meinung nach hauptsächlich den Europäern zugutekämen. Verteidigungsminister Pete Hegseth ging noch weiter und nannte die Europäer „erbärmlich“ und „Schmarotzer“.
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Harte Kritik an Europa
Am Dienstag verschärfte Trump die Debatte, indem er die Äußerungen seines Verteidigungsministers unterstützte. „Ja, ich denke, sie haben schmarotzt“, sagte Trump in Richtung der Europäischen Union und kritisierte deren Handelspraktiken. Auch Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Magazins „The Atlantic“, geriet ins Fadenkreuz von Trump, nachdem er irrtümlich in die Chatgruppe aufgenommen worden war. Trump bezeichnete ihn als „Widerling“ und spielte die Bedeutung der Enthüllungen herunter, da keine geheimen Informationen geteilt wurden. Er nannte es einen „Ausrutscher“.
Die Verantwortung für diese Panne übernahm Trumps Nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz. In einem Interview mit Fox News erklärte er, die Gruppe erstellt und möglicherweise Goldbergs Nummer verwechselt zu haben. Waltz deutete an, dass ein Mitarbeiter für die Aufnahme Goldbergs verantwortlich sein könnte.
Reaktionen der Demokraten
Die Demokraten reagierten scharf und forderten den Rücktritt von Waltz und Hegseth. Senator Mark Warner kritisierte deren Handeln als „schlampig, nachlässig und inkompetent“ und warnte vor einer möglichen Entfremdung der USA von ihren Bündnispartnern. Er hob die Abhängigkeit der USA von der Geheimdienstallianz „Five Eyes“ hervor und betonte die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit bei der Datensammlung.
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Warner wies darauf hin, dass die USA auf ihre Verbündeten angewiesen sind, um Zugang zu Datenquellen zu erhalten, die sie selbst nicht erschließen können. Diese Beziehungen seien nicht selbstverständlich und müssten gepflegt werden.