New York, UNO-Bühne, drei Stunden unter vier Augen: USA und Iran sitzen wieder am Tisch – mit offenem Ausgang.
Am Rande der laufenden UNO-Generaldebatte in New York kam es zu einem dreistündigen Gespräch zwischen Vertretern der Vereinigten Staaten und des Iran. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das Treffen anschließend als „sehr gut“. Auf amerikanischer Seite nahmen US-Chefunterhändler Steve Witkoff sowie Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, an den Gesprächen teil. Die iranischen Gesprächspartner wurden nicht namentlich genannt.
Grundlegender Konflikt
Inhaltlich stehen die beiden Länder nach wie vor in einem grundlegenden Konflikt um die Kontrolle über die Straße von Hormus. Teheran hat allerdings Bereitschaft signalisiert, den bestehenden Streit auf Basis eines Rahmenabkommens beizulegen, das bereits im Juni ausgehandelt worden war. Die damaligen Gespräche hatten in der Schweiz stattgefunden und gelten als Ausgangspunkt der aktuellen Annäherungsbemühungen.
Trumps Szenarien
Trump stellte für den weiteren Verlauf zwei Szenarien in den Raum: Entweder einige man sich auf ein Abkommen, das dem Iran wirtschaftliche Perspektiven eröffne, oder der Iran werde „in der Hölle“ landen. Der Präsident zeigte sich zuversichtlich, nach den US-Kongresswahlen „schnell“ ein Friedensabkommen schließen zu können. Weitere Gespräche schloss er ausdrücklich nicht aus.