Ein Messer in der Schultasche, ein klares Ziel – und eine Pädagogin, die im richtigen Moment handelt.
Eine Elfjährige hat in einer Grundschule in Novi Sad ein Messer mit einer 13 Zentimeter langen Klinge in den Unterricht mitgebracht – mit dem erklärten Ziel, eine Mitschülerin damit zu verletzen. Nur das beherzte Eingreifen einer Schulpädagogin verhinderte, dass es zu einem Angriff kam.
Das Mädchen, eine kubanische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der nordserbischen Stadt, besuchte zum Zeitpunkt des Vorfalls die fünfte Klasse. Das Messer mit schwarzem Holzgriff wurde in ihrer Schultasche entdeckt. Die Pädagogin handelte sofort: Sie alarmierte die Polizei und stellte sicher, dass die Situation unter Kontrolle blieb, bevor sie eskalieren konnte.
Mobbing als Motiv
Gegenüber den Behörden zeigte sich die Schülerin geständig. Sie gab an, die Waffe bewusst mitgenommen zu haben, um das Mädchen zu verletzen, das sie ihrer Darstellung nach seit Längerem schikaniert hatte. Wie eine mit dem Fall vertraute Quelle dem Portal Telegraf.rs berichtete, soll die Elfjährige geschildert haben, dass ihre Mitschülerin sie über Monate hinweg unter Druck gesetzt und drangsaliert habe – bis sie schließlich zu diesem drastischen Schritt griff.
Die Abteilung für Jugendkriminalität der Polizei Novi Sad hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten prüfen nun sämtliche Umstände des Vorfalls – darunter insbesondere die erhobenen Mobbing-Vorwürfe.