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Mordprozess

Tupac-Mord: Nach fast 30 Jahren steht Verdächtiger vor Gericht

Tupac-Mord: Nach fast 30 Jahren steht Verdächtiger vor Gericht
Symbolbild Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

30 Jahre Stille, dann ein Geständnis zu viel: Im Mordfall Tupac Shakur beginnt endlich der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher.

Fast drei Jahrzehnte nach dem Tod von Tupac Shakur kommt der Fall nun vor Gericht. Der Rapper gehörte in den 1990er-Jahren zu den prägendsten Stimmen des amerikanischen Hip-Hop. Mit Alben wie „All Eyez on Me“ und Texten, die Themen wie Armut, Rassismus und Straßengewalt aufgriffen, erlangte er weltweite Bekanntheit und beeinflusste eine ganze Generation.

In der Nacht des Anschlags war Shakur gemeinsam mit Death-Row-Mitbegründer Suge Knight unterwegs. Zuvor soll es in einem Hotel zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, in die Shakur und Knight verwickelt waren – als Kontrahenten sollen dabei der Neffe des nun Angeklagten sowie dieser selbst betroffen gewesen sein. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem Racheakt aus.

Tatvorwürfe im Detail

Angeklagter und Neffe sollen laut Polizei einer südkalifornischen Gang angehört haben, die in einer Fehde mit einer Knight nahestehenden Gruppierung stand. Der Angeklagte soll in der Folge eine Schusswaffe beschafft und sie an Männer auf dem Rücksitz eines Cadillacs weitergegeben haben. Kurz darauf wurden Shakur und Knight aus dem Fahrzeug heraus beschossen. Shakur erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen und erlag diesen sechs Tage nach dem Angriff, am 13. September 1996, in einem Las Vegaser Krankenhaus. Er war 25 Jahre alt.

Nun muss sich Duane „Keffe D“ Davis, ein 63-jähriger ehemaliger Gang-Anführer, dem die Ermittler die Rolle des Drahtziehers zuschreiben, vor einem Gericht in Las Vegas verantworten. Der Prozess begann am Montag mit der Auswahl der Geschworenen. Laut Berichten amerikanischer Medien ist mit einer Verfahrensdauer von etwa einem Monat zu rechnen. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe. Festgenommen worden war er 2023 in Las Vegas; die Anklage lautet unter anderem auf Mord mit einer tödlichen Waffe. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig.

Öffentliche Aussagen

Bereits zuvor hatte sich der Verdächtige in der Öffentlichkeit mehrfach zu dem Vorfall geäußert. In Interviews sowie in einer Autobiografie gab er an, selbst in jenem weißen Cadillac gesessen zu haben, aus dem am 7. September 1996 auf Shakur geschossen wurde, und als einziger der damaligen Fahrzeuginsassen noch am Leben zu sein. Die tödlichen Schüsse will er jedoch nicht abgefeuert haben – die Verantwortung dafür wies er seinem Neffen zu.

Genau diese öffentlichen Aussagen sollen für die Ermittler letztlich den entscheidenden Durchbruch gebracht haben.

Jahrelang hatte die Polizei nach eigenen Angaben nicht über ausreichende Beweise verfügt, um den Fall gerichtlich zu verfolgen.

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KO KOSMO-Redaktion
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