In einem aktuell aufkeimenden Skandal rund um sexistische Kommentare während sportlicher Großereignisse hat der Fernsehsender Eurosport prompt reagiert. Der englische Kommentator Bob Ballard wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Team für die Olympischen Spiele 2024 entfernt.

Dieses Ereignis fand seinen Ursprung während der Live-Übertragung des Frauen-Finallaufs über 4×100 Meter Freistil am Samstag. Nachdem das australische Team triumphierend ihre Goldmedaillen entgegengenommen hatte, ließ sich Ballard zu einer Bemerkung hinreißen, die sexistische Klischees bediente und für Entsetzen sorgte: „Die Frauen sind gerade fertig geworden. Du weißt, wie Frauen sind: Sie hängen herum und schminken sich.“ Lizzie Simmonds, ehemalige britische Schwimmerin und Co-Kommentatorin, kommentierte Ballards Aussage prompt als „unfassbar“, woraufhin dieser nur lachte. Die sozialen Medien überschlugen sich mit Empörung und Kritik, womit Ballard’s Kommentar viral ging.
Commentator Bob Ballard has been axed by an Olympic broadcaster after making an inappropriate comment towards the Australia swimming team after they won the gold medal in the 4x100m freestyle relay.#BobBallard #Paris2024 @ITGDsports https://t.co/fZCXGetrSJ
— IndiaToday (@IndiaToday) July 29, 2024
Sportliche Leistung im Schatten unangebrachter Kommentare
Der sexistische Fauxpas von Ballard wirft einen Schatten auf die herausragende Leistung der australischen Schwimmerinnen, die mit einer Zeit von 3:28,92 Minuten das Podium anführten. Dies markiert den Fortbestand ihrer Dominanz in dieser Disziplin seit den Olympischen Spielen in London 2012. Die deutsche Freistilstaffel der Männer erzielte indes den siebten Platz, während das Finale der Frauen ohne deutsche Beteiligung stattfand.
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Wiederkehrendes Muster der Unachtsamkeit
Die Thematik unangemessener Kommentare ist kein Einzelfall im Sportjournalismus. Auch im Nachbarland Deutschland sorgte ARD-Kommentator Tom Bartels für Stirnrunzeln, als er während der Eröffnungszeremonie die ehemalige Spitzenleichtathletin Marie-José Pérec nicht erkannte und mit der Frage „Wer ist das Mädchen?“ Rat suchte.
Die deutsche Freistilstaffel der Männer landete auf dem siebten Platz, während das Finale der Frauen ohne deutsche Beteiligung stattfand.
