Serbiens U19 schlägt England zum Auftakt – mit einem Tor, das man so schnell nicht vergisst.
Mit einem Traumstart in die EM-Qualifikation hat die serbische U19-Nationalmannschaft unmissverständlich klargemacht, welche Ambitionen sie für die Europameisterschaft in Wales hegt. Teamchef Gordan Petric schöpfte den Kader aus dem Vollen – und lieh sich für das Turnier in Portugal sogar einige Akteure aus dem A-Team von Veljko Paunovic aus. Das Ergebnis ließ sich sehen: England wurde zum Auftakt mit 2:0 besiegt.
Die Serben diktierten das Spielgeschehen von Beginn an und hätten bereits vor der Pause deutlicher in Führung liegen müssen. Der Lohn für die Dominanz ließ dennoch nicht lange auf sich warten – und er fiel spektakulär aus. Mihajlo Cvetkovic lupfte den Ball in der 39. Minute aus gut 40 Metern über den englischen Schlussmann hinweg ins Netz.
Klasse Kaderplanung
Den Deckel drauf machte in der zweiten Hälfte Einwechselspieler Bogdan Kostic: Der Partizan-Flügelspieler kam zur Pause ins Spiel und traf zwanzig Minuten später zum 2:0-Endstand. Dass im englischen Kader Talente wie Max Dauman oder Reo Ngumoe standen – Spieler mit klaren Premier-League-Ambitionen – tat der serbischen Überlegenheit keinen Abbruch. Die Mannschaft agierte gegen einen der besten Nachwuchsverbände der Welt mit bemerkenswerter Reife.
Die Entscheidung, erfahrene Kräfte wie Veljko Milosavljevic, Andrija Maksimovic oder Mihajlo Cvetkovic – allesamt bereits mit Einsätzen in der A-Nationalmannschaft – in die U19 zu beordern, zahlte sich aus. Flankiert wurden sie von Nikola Simic (Partizan Belgrad), Vasilije Novicic (IMT Belgrad), Adem Avdic (Roter Stern Belgrad) sowie den Legionären Strahinja Stojkovic, Jovan Milosavljevic und Luis Zecevic-Dzon.
Serbien lief in folgender Aufstellung auf: Draskic – Stojkovic, V. Milosavljevic, Simic, Avdic – Novicic, J. Milosavljevic – Zaric (ab 79. Djordjevic), Maksimovic (ab 73. Rankovic), Zecevic-Dzon (ab 46. Kostic) – Cvetkovic (ab 88. Damjanovic).
Nächste Aufgaben
Bis zum Abschluss des Turniers in Portugal warten auf Serbien noch zwei weitere Aufgaben: Am 28. März geht es gegen Gastgeber Portugal, drei Tage später folgt das Duell mit Polen. Nur der Gruppensieger löst das Ticket für die Europameisterschaft, die vom 28. Juni bis zum 11. Juli in Wales ausgetragen wird.