In der österreichischen Innenpolitik sind die Themen Migration, Asyl und Integration von großer Bedeutung. In diesem Diskurs gibt es unterschiedliche Ansichten über die wichtigsten Maßnahmen für eine erfolgreiche Integration; jedoch ist die Beherrschung der deutschen Sprache ein gemeinsamer Konsens.

Eine neue Umfrage des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), durchgeführt von Peter Hajek und Rudolf Bretschneider, beleuchtet die Ansichten der österreichischen Bevölkerung zu diesem Thema.
Für 81 Prozent der Österreicher steht der Erhalt der Lebensqualität an vorderster Stelle. 78 Prozent der Befragten betonen, dass Migranten die österreichischen Gesetze und Regeln anerkennen sollten; ebenso viele halten respektvollen Umgang und Sicherheit für entscheidend. Ein weiterer zentraler Punkt für 76 Prozent ist, dass die persönliche Freiheit der Einheimischen nicht eingeschränkt wird. Gute Deutschkenntnisse sind für 70 Prozent der Befragten ebenfalls von hoher Bedeutung. Rund zwei Drittel sehen die Übernahme der geltenden Werte und Umgangsformen als essenziell an.

Verhaltensweisen, die nicht akzeptiert werden
In Bezug auf Verhaltensweisen, die nicht toleriert werden, zeigt die Umfrage, dass 86 Prozent der Teilnehmer es ablehnen, wenn Geschlechterdifferenzen Gespräche mit Ärzten oder Lehrern verhindern. 85 Prozent finden es inakzeptabel, wenn Hausordnungen missachtet werden. Auch das Beschimpfen anderer Volksgruppen und das Zerstören von Symbolen, wie Flaggen, sind für 81 Prozent der Befragten nicht hinnehmbar. Unhöfliches Verhalten trifft auf die gleiche Ablehnung. Das Verschmutzen von Straßen und der Umwelt wird von 72 Prozent verurteilt, und das Missachten von Regeln in öffentlichen Einrichtungen missbilligen 67 Prozent.

Trotz der geäußerten Bedenken besteht in der Bevölkerung eine starke emotionale Bindung an Österreich. Der Begriff „Heimat“ wird überwiegend positiv wahrgenommen und von 56 Prozent der Befragten direkt mit „Österreich“ assoziiert. Auch der Heimatort oder die Region (42 Prozent) sowie die direkte Wohnumgebung (37 Prozent) werden als Heimat betrachtet.

Zudem bekundeten 81 Prozent der Teilnehmer, stolz darauf zu sein, Österreicher zu sein, was das soziale Gefüge stärkt und die enge Verbundenheit der Österreicher mit ihrer Herkunft widerspiegelt.
