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Unsichtbar durch den Kriegshimmel: Riesen-Flieger entkam Putin und landet in Leipzig

Unsichtbar durch den Kriegshimmel: Riesen-Flieger entkam Putin und landet in Leipzig
(FOTO: EPA/FILIP SINGER)
3 Min. Lesezeit |

Heimlich modernisiert und ohne Transpondersignal: Ein ukrainisches Riesen-Transportflugzeug landete trotz Kriegsumständen in Leipzig – mit einer besonderen Botschaft am Rumpf.

Inmitten des Krieges landete eine Antonov AN-124 (eines der größten Transportflugzeuge der Welt) aus Kiew auf dem Flughafen Leipzig/Halle – ein Ereignis, das für erhebliches Aufsehen sorgte. Der Abflug des Transportflugzeugs aus der ukrainischen Hauptstadt stellte eine besondere Situation dar, da der dortige Luftraum seit Kriegsbeginn für zivile Luftfahrzeuge gesperrt ist. Ukrainische Medienberichte zufolge flog die Maschine zunächst ohne Transpondersignal (elektronische Kennung für die Flugsicherung) bis zur polnischen Grenze, bevor sie sicher in Leipzig aufsetzte. Was jedoch zum Zeitpunkt der Landung am vergangenen Freitag nicht öffentlich bekannt war: Das imposante ukrainische Transportflugzeug wurde trotz der Kriegsumstände umfassend modernisiert. Mit einer Länge von 69 Metern und einer Flügelspannweite von 73 Metern konnte es unter dem Radar operieren – ein bemerkenswerter Vorgang während des andauernden Konflikts.

Bereits zu Kriegsbeginn im Februar 2022 existierten Pläne, die Flotte des Unternehmens Antonov aus der Ukraine nach Deutschland zu verlegen, um sie vor Zerstörung zu schützen. Diese Bemühungen kamen jedoch zu spät für einige Maschinen. In den ersten Kriegsstunden attackierten russische Streitkräfte den Werkflughafen des Unternehmens und zerstörten dabei unter anderem eine AN-225 – das größte Frachtflugzeug der Welt. Gegenwärtig befinden sich sechs Antonov-Flugzeuge in Leipzig, das vorübergehend als Betriebszentrum des ukrainischen Flugzeugherstellers fungiert.

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Geheime Modernisierung

Die betreffende AN-124 sollte ursprünglich ab März 2021 in der Ukraine gewartet werden. Der russische Angriff im Februar 2022 führte vermeintlich zur Einstellung dieser Arbeiten – zumindest ging man allgemein davon aus, auch auf russischer Seite. Nun zeigt sich jedoch: Die Wartungs- und Modernisierungsarbeiten an der Antonov wurden unbemerkt fortgesetzt. Das nun fertiggestellte, modernisierte Flugzeug wurde anschließend nach Deutschland überführt. Nach jahrelanger Standzeit in Kiew wurde die Modernisierung trotz kriegsbedingter Unterbrechungen erst 2025 abgeschlossen, womit die Maschine nun wieder für internationale Einsätze zur Verfügung steht.

Westliche Technik

Am Rumpf des Flugzeugs ist der Satz „Sei mutig, wie Irpeln“ angebracht – eine unmissverständliche Botschaft der Entschlossenheit. Seit Kriegsbeginn benennt die Ukraine ihre Antonov-Flugzeuge nach Städten, die der russischen Aggression standhalten. Eine weitere Besonderheit der Maschine liegt in ihrer technischen Ausstattung: Für die Modernisierung wurden ausschließlich Komponenten aus der Ukraine oder westlichen Ländern verwendet.

Russische Bauteile finden sich nicht mehr an Bord des Flugzeugs. Dies ist besonders bemerkenswert, da es sich um das erste modernisierte Exemplar der Flotte handelt, bei dem sämtliche russischen Komponenten ersetzt wurden – ein deutliches Zeichen für die technische Unabhängigkeit von Russland.

Strategische Bedeutung für die Ukraine

Der Flughafen Leipzig/Halle hat seit der Zerstörung des Antonov-Stammsitzes in Hostomel eine zentrale Rolle übernommen. Von dort aus übernimmt die verbliebene Antonov-Flotte weiterhin globale Logistik- und strategische Luftfrachtaufträge. Die Verlagerung nach Deutschland schützt nicht nur die wertvollen Flugzeuge vor möglichen Angriffen, sondern sichert auch ihre Einsatzfähigkeit für militärische und humanitäre Transporte im Rahmen des ukrainischen Verteidigungskampfes.

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KO KOSMO-Redaktion
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