Start NEWS CHRONIK Vater soll Baby zu Tode misshandelt haben!
LINZ

Vater soll Baby zu Tode misshandelt haben!

Kind_Misshandlung_tot_Vater_Linz
(FOTO: iStock)

Die rumänischstämmige Mutter belastet ihren 36-jährigen Mann, wegen des Quälens und der Vernachlässigung ihrer neugeborenen Tochter.

Am Mittwoch musste sich ein 36-jähriger Pakistani wegen des Quälens und Vernachlässigens eines drei Monate alten Kindes vor dem Landesgericht Linz verantworten. Bislang leugnet er die Tat und betont, sich immer um seine Tochter gekümmert zu haben, so berichtet die „Kleine Zeitung“.

Die Tat soll bereits mehr als drei Jahre zurückliegen, denn der Angeklagte soll wenige Tage nach der Einlieferung des Mädchens ins Spital, nicht mehr auffindbar gewesen sein. Erst am 19. November letzen Jahres wurde er mit Europäischem Haftbefehl in Triest gefasst. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft in Oberösterreich.

Berichten zufolge sollen die Misshandlungen bereits kurz nach der Geburt begonnen haben. Der Vater soll das Kind geschüttelt und in Richtung Mutter geworfen haben. Am 4. Oktober erlitt das Baby, laut der „Kleinen Zeitung“, einen Atmen- und Kreislaufstillstand nach einem derartigen Übergriff. Das Kind soll „Arme und Beine unnatürlich angespannt und einen starren Blick“ gehabt haben, woraufhin es die Eltern ins Spital brachten. Trotz der Reanimation starb die Kleine am 27. Oktober. Die Mutter, die ursprünglich aus Rumänien stammt, belastete ihren ehemaligen Partner.

Das Paar soll nach der Geburt der Tochter 2016 in eine leere Wohnung in Linz gezogen, wo sie erst zwei Wochen später eine Couch bekamen und bis dahin auf dem Boden geschlafen haben sollen. Das Kind hätte eine kleine Matratze gehabt, bestätigte der Angeklagte vor dem Richter.

Ein Nachbar soll die Polizei alarmiert haben, weil er mitbekommen hatte, dass der 36-Jährige seine Partnerin misshandelt. Die Vorwürfe dazu stritt der Pakistani ebenfalls ab.

Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Der Prozess wurde vertagt, da am 17. April noch eine Krankenschwester als Zeugin herbeigezogen wird.

Es gilt die Unschuldsvermutung.