Vermeintlicher Terrorist aus Gemeindebau: „So viele Leben wie möglich auslöschen“

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Vermeintlicher Terrorist aus Gemeindebau: „So viele Leben wie möglich auslöschen“

Attentäter-Terrorist-Gemeindebau
(FOTO: Google-Maps-Screenshot, zVg.)

Am Sonntag kam es in Wien-Simmering zu einer groß angelegten Terror-Razzia in einem Gemeindebau. (KOSMO berichtete) Die Wohnung eines Irakers wurde im Zusammenhang mit den geplanten Anschlägen auf ICE-Züge in Deutschland durchsucht.

Die Nachbarn im Gemeindebau Miltnerweg im elften Wiener Gemeindebezirk staunten letztes Wochenende nicht schlecht, als Spezialeinheiten der Polizei zu einer Terror-Razzia anrückten. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, soll es sich beim Verdächtigten um Qaeser A. (42), einen irakischen Staatsbürger und mehfachen Vater handeln.

Die Beamten sollen mehrere Kisten mit Gegenständen aus der Wohnung im sechsten Stock getragen haben. Die Wohnung selbst ist versiegelt und die Familie nicht mehr anzutreffen, oder gar von der Polizei weggebracht. A. wird verdächtigt, in Beziehung zu einer Terrorzelle zu stehen, die Anschläge auf ICE-Züge in Deutschlang geplant hat.

„Er schrie viel herum“
Nachbarn äußerten sich gegenüber der „Krone“, dass der Mann und dessen Familie „auffällig“ gewesen sein. Seine Frau sei nur in Begleitung ihres Ehemannes zu sehen gewesen, während man die Tochter nur auf dem Weg zur Schule und zurück antreffen haben könne.

Auch in der Wohnung soll es oft laut geworden sein. Der Iraker soll viel und lauthals geschrien haben, während das Weinen der Kinder und Frau zu hören gewesen sei. Andere Anrainer wollen ihn bei treffen mit anderen „Arabern bei konspirativen Treffen beobachtet haben“.

Auch IS-Propagandavideos soll sich der Verdächtigte regelmäßig auf seinem Mobiltelefon angesehen haben, während er sich unabsichtlich in das WLAN eines Nachbarn einwählte: „Ich sah dann auf meinem Fernseher sein Handy, IS-Propagandavideos wurden darauf abgespielt“, so ein Nachbar gegenüber der „Kronen Zeitung“.

Lebenslange Haft?
Wie berichtet wird, drohe dem 42-jährigen Iraker eine lebenslange Haftstrafe. Sein Anwalt bezeichnete das Motiv des Verdächtigten als „politisches Statement gegen Deutschland“, unterstrich jedoch, dass er kein Terrorist sei. Laut „Heute“ hat der Verhaftete die Tat bestanden.

Qaeser A. soll Teil einer IS-Terrorzelle sein, die Anschläge auf das Bahnnetz in Deutschland plante. Mit einem gespannten Drahtseil bzw. Betonbrocken sollten die Hochgeschwindigkeitszüge zum Entgleisen gebracht werden, „um so viele Leben wie möglich auszulöschen“. Nur ein technischer Fehler bei der Vorbereitung soll die Katastrophe verhindert haben. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen zwei Anschläge auf Züge in Deutschland bestätigt

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