In Rijeka (Kroatien) wurde gestern Abend ein möglicher Angriff auf junge serbische Karatekämpfer, die an der Balkanmeisterschaft teilnehmen, durch das schnelle Eingreifen der Organisatoren und Polizei verhindert. Der Vorfall spielte sich vor der Sporthalle in Zamet ab, dem Austragungsort des Wettbewerbs.
Die Polizeidirektion Primorje-Gorski Kotar bestätigte ihre Intervention bei der Zamet-Halle, wo sie eine Gruppe von etwa zehn Minderjährigen antrafen. Es bestand der Verdacht, dass die jungen Athleten aus Serbien Ziel eines geplanten Angriffs werden sollten.
Schnelle Intervention
Der Präsident des Kroatischen Karateverbands, Davor Cipek, schilderte den Vorfall im Detail: „Wir bemerkten gegen Ende des gestrigen Wettkampftages eine Gruppe vermummter Personen neben dem Bus der serbischen Delegation. Wir alarmierten sofort die Polizei, die in beeindruckender Geschwindigkeit und Stärke vor Ort war. Die genauen Absichten der Gruppe sind unklar – ob sie das Fahrzeug oder die Sportler selbst im Visier hatten. Es wurden Rufe laut, doch zu diesem Zeitpunkt befand sich bereits ein Teil der Teilnehmer in der Halle“, erläuterte Cipek im Gespräch mit Novi list (kroatische Tageszeitung).
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Sicherheitsmaßnahmen
Wie Cipek weiter mitteilte, sorgte die Polizei anschließend für Begleitschutz der Teilnehmer zu ihrem Hotel und nahm offenbar mehrere Minderjährige fest. „Als Verbandspräsident habe ich mich beim Serbischen Karateverband für den Vorfall entschuldigt. Der Wettbewerb wurde heute planmäßig fortgesetzt, und unsere Kollegen aus Serbien fühlen sich inzwischen wieder sicher“, betonte Cipek.
Er versicherte zudem, dass die Meisterschaft mit ihren 1.700 Teilnehmern weiterhin im Geiste des Sports fortgeführt wird.